E.ON mit hohem Milliardenverlust

Der deutsche Energiekonzern E.ON musste am Mittwoch einen Konzernfehlbetrag von 9,3 Mrd. Euro vermelden. Das ist der höchste Milliardenverlust in der Unternehmens-Geschichte. Das Minus resultiert ausschließlich aus dem Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten und ist nicht cash-wirksam, betonte E.ON. Die Fähigkeit, eine Dividende zu zahlen, ist nicht beeinträchtigt und eine Lösung bei der Finanzierung des Atomausstiegs ist absehbar.

© E.ON
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CEO Johannes Teyssen: "Unser Ziel ist es, die Zukunft des Unternehmens dauerhaft zu sichern. Wir sind sicher, dass uns dies durch gemeinsame Anstrengungen des gesamten Unternehmens gelingen wird."

Nachdem im September die Kraftwerkstocher Uniper an die Börse gebracht wurde, hat der Versorger auf seine Beteiligung 6,1 Mrd. Euro abgeschrieben. Das bereinigte EBIT im Kerngeschäft stieg in der Zeit von Juli bis September um 13 % auf circa 1,9 Mrd. Euro. Das bereinigte Konzern-EBIT liegt mit 2,3 Mrd. Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres.

E.ON bestätigt Prognose

Für das Gesamtjahr bestätige Teyssen die Prognose, wonach das um Sondereffekte bereinigte EBIT bei 2,7 bis 3,1 Mrd. Euro liegen soll. Nachdem dieser Wert 2015 noch bei 3,6 Mrd. Euro lag. Der bereinigte Überschuss soll nach 1,1 Mrd. Euro in 2015 nun einen Betrag von 0,6 bis 1 Mrd. Euro erreichen. 2015 hatte E.ON einen Rekordverlust von 7 Mrd. Euro verbucht.

Das weitere Ziel für die Zukunft ist es, die neue E.ON noch fokussierter und konsequenter auf die Anforderungen der Kunden auszurichten. Teyssen: "Um erfolgreich zu sein, brauchen wir noch mehr Kundennähe. Wir werden schlanker und schneller. So positionieren wir uns erfolgreich, auch bei steigendem Wettbewerbsdruck."

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