easyJet Aktie: Treibstoff frisst Gewinn

Der Billigflieger warnt vor einem deutlich höheren Halbjahresverlust, angetrieben durch steigende Kerosinpreise. Die Aktie verliert spürbar an Wert.

Die Kernpunkte:
  • Höherer Halbjahresverlust von 540-560 Mio. Pfund
  • Kerosinpreisanstieg belastet die Bilanz
  • Aktienkurs verliert zeitweise bis zu 9 Prozent
  • Auslaufende Hedges erhöhen Kostendruck

Der Kerosinpreisanstieg infolge des US-israelischen Krieges gegen Iran hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz von easyJet. Der Billigflieger warnte jüngst vor einem deutlich höheren Halbjahresverlust von 540 bis 560 Millionen Pfund – rund 25 Millionen Pfund davon entfallen allein auf zusätzliche Treibstoffkosten im März.

An der Börse reagierten Anleger nervös: Die Aktie verlor zeitweise bis zu 9 Prozent, bevor sie den Handelstag mit einem Minus von rund 5 Prozent abschloss.

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Hedges als Zeitpuffer – aber nicht für lange

Vorerst federt eine Absicherungsstrategie den schlimmsten Druck ab. Rund 70 Prozent des sommerlichen Kerosinbedarfs sind zu einem Preis von 706 Dollar pro Tonne gesichert. Gegen Ende des Sommers laufen diese Hedges jedoch aus – was höhere Kosten direkt auf die Ticketpreise durchschlagen lassen dürfte.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Buchungslage hinter den Vorjahreszahlen zurückbleibt. Kunden buchen später als gewohnt, und es zeichnet sich eine leichte Verlagerung weg vom östlichen Mittelmeerraum ab. Für das Juli-September-Quartal sind erst 30 Prozent der Kapazitäten verkauft – ein Wert, der bei Analysten Fragen zur Auslastung im umsatzstarken Sommergeschäft aufwirft.

Analysten ziehen die Daumenschrauben an

Die Einschätzungen der Investmentbanken fallen gespalten aus. JPMorgan senkte das Kursziel auf 340 Pence und bekräftigte das „Underweight“-Votum: Die schwächere Nachfrage falle stärker aus als erwartet, kombiniert mit höheren Kerosinkosten.

RBC bleibt grundsätzlich optimistischer und hält an „Outperform“ fest, kappte aber das Kursziel von 440 auf 415 Pence. Besonders auffällig: Die Schätzungen für das operative Ergebnis für das laufende und die kommenden Geschäftsjahre wurden im Schnitt um mehr als ein Drittel zurückgenommen. Als einzigen Lichtblick sieht RBC eine mögliche geopolitische Entspannung, die eine Erholung anstoßen könnte – doch konkrete Zeichen dafür fehlen derzeit.

Das Umfeld bleibt also schwierig. Steigende Ticketpreise zum Saisonende, unsichere Buchungslagen und auslaufende Absicherungsgeschäfte – die Margen geraten von mehreren Seiten gleichzeitig unter Druck.

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