EchoStar Aktie: 183 Millionen Zinszahlung versäumt
EchoStar-Tochter versäumt Zinszahlung über 183 Mio. Dollar. Milliarden-Deal mit AT&T soll die Rettung bringen.

- Verpasste Zinszahlung von 183 Mio. Dollar
- Hoffnung auf AT&T-Frequenzverkauf für 20 Mrd.
- SpaceX-Börsengang entzieht Sektor Kapital
- Aktie verliert über elf Prozent an Wert
EchoStar kämpft an zwei Fronten. Ein verpasster Zinstermin belastet die Bilanz. Parallel dazu saugt der SpaceX-Börsengang Kapital aus dem Sektor ab. Anleger reagierten am Freitag mit massiven Verkäufen.
Verpasste Zinszahlung drückt Kurs
Die Tochtergesellschaft DISH DBS hat eine Zinszahlung über 183 Millionen US-Dollar versäumt. Diese war bereits Anfang Juni fällig. Aktuell läuft eine 30-tägige Nachfrist, um den Verzug auszugleichen.
Die Liquidität des Konzerns ist extrem angespannt. Das zeigt eine Current Ratio von lediglich 0,3. Frisches Kapital soll vor allem der geplante Verkauf von AT&T-Frequenzen bringen.
Hoffnung ruht auf Milliarden-Deal
Der Deal soll rund 20 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen. Das Management setzt alles auf diesen Abschluss. Nur so lässt sich die Bilanz langfristig stabilisieren.
Derweil sorgt der Börsengang von SpaceX für Unruhe am Markt. Viele Investoren schichten ihr Kapital in den neuen Branchenprimus um. EchoStar hält zwar Anteile an SpaceX, leidet aber unter dem allgemeinen Ausverkauf im Sektor.
Technische Lage verschlechtert sich
Die Aktie verlor am Freitag 11,35 Prozent an Wert. Bei einem Kurs von 98,10 Euro notiert sie klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Dieser liegt aktuell bei 107,85 Euro.
Die technischen Indikatoren spiegeln die wachsende Verunsicherung wider. Marktteilnehmer meiden das Risiko, solange die Finanzierungslücke klafft.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 42,5 Punkten eine abwartende Haltung. Trotz der Verluste bleibt das Papier deutlich über seinem 52-Wochen-Tief. Dieses markierte die Aktie im November bei 56,00 Euro.
Die Zeit drängt. Bis zum Ende der Nachfrist muss EchoStar eine Lösung präsentieren. Der Fokus liegt nun vollständig auf dem Fortschritt des Milliarden-Deals mit AT&T.
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