Eckert & Ziegler: Ist der Patient genesen?

Der Medizintechnikkonzern Eckert & Ziegler startete zwar mit guten Ergebnissen in das neue Geschäftsjahr, dennoch gab es auch einige Baustellen im Unternehmen. Hohe Rückstellungen für die Risikovorsorge belasteten und auch einige Betriebsteile schwächelten erheblich, was eine entsprechende Sanierung zur Folge hatte.

 

© Eckert & Ziegler
© Eckert & Ziegler

Die eingeleiteten Maßnahmen scheinen jedoch Wirkung zu zeigen. Heute veröffentlichte der Konzern seine Zahlen für das 2. Quartal und die lassen durchaus hoffen.

 

Umsatz bei Eckert & Ziegler auf neuer Höchstmarke

Trotz der oben erwähnten Sanierungsmaßnahmen gelang es Eckert & Ziegler, den Umsatz im letzten Quartal auf über 35,0 Mio. Euro zu steigern. Der Ertrag nach Steuern verzeichnete einen Anstieg auf 4,8 Mio. Euro, hier floss jedoch ein Sonderertrag durch den Verkauf der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH mit ein.

Bezogen auf das 1. Halbjahr konnte Eckert & Ziegler einen Umsatzanstieg um 11% auf 69,0 Mio. Euro ausweisen. Hierin enthalten ist ein Wechselkurseffekt von 6,0 Mio. Euro. Fast verdoppelt werden konnte das EBIT, welches auf 11,7 Mio. Euro gesteigert wurde.

Der Gewinn nach Steuern und Minderheiten legt um mehr als das Doppelte zu und lag bei 7,5 Mio. Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,41 Euro.

Deutlich besser fiel der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit aus. Hier erzielte Eckert & Ziegler 3,9 Mio. Euro, was im Wesentlichen aus dem Abbau von Forderungen der Sparte Strahlentherapie resultierte.

 

Vorstand bestätigt den Ausblick

Die Prognose wurde vom Vorstand beibehalten. Danach sollen in diesem Jahr die Umsätze auf über 133 Mio. Euro steigen. Das Ergebnis je Aktie wird bei 2,00 Euro erwartet.

 

Reaktion des Marktes ist eher verhalten

Wenngleich positiv zu erwähnen ist, dass Eckert & Ziegler trotz der Sanierungsmaßnahmen ein recht gutes Quartal vorweisen konnte, so wird mit Blick auf den Chart auch eines klar. Dem Markt reicht das noch lange nicht.

Daher ging es im heutigen Tagesverlauf bereits um 3,73% auf 22,21 Euro mit der Aktie abwärts. Insofern setzt sich der weitere Trend weiter fort. Es gibt immer mal wieder Ausbruchsversuche des Wertes, die jedoch nicht nachhaltig wirken und entsprechende Verluste nach sich ziehen.

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Zugleich muss aber auch gesehen werden, dass die Zeit des größeren Einbruchs der Aktie von November letzten Jahres bis Ende April vorbei ist und die Aktie seitdem wieder auf einem deutlich höheren Niveau angesiedelt ist. Letztlich sehen wir das Berliner Unternehmen auf einem guten Weg, zumal der Konzern auch seine Innovationskraft immer wieder unter Beweis stellt.

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