EcoGraf: 40.000 Tonnen für Europa gesichert
EcoGraf sichert sich mit deutschem Partner verdoppelte Abnahmemengen für Epanko. Der Vertrag umfasst 40.000 Tonnen jährlich und stützt die Expansionspläne.

- Liefervertrag mit deutschem Händler verdoppelt
- 40.000 Tonnen jährlich für Europa gesichert
- Aktie steigt um 36 Prozent binnen Woche
- Liquidität sinkt auf 3,8 Millionen AUD
EcoGraf Ltd hat am Mittwoch den Abschluss eines verbindlichen Vorvertrags nach deutschem Recht bekannt gegeben, der die künftigen Liefermengen für das Graphitprojekt Epanko erheblich ausweitet.
Die Vereinbarung mit einem großen deutschen Graphithändler sieht vor, die Abnahmemengen nach den ersten fünf Jahren einer zehnjährigen Laufzeit von bisher 20.000 auf nun 40.000 Tonnen pro Jahr (tpa) zu verdoppeln. Diese Entwicklung stieß am Markt auf eine deutliche Reaktion, wobei der Kurs binnen sieben Tagen um 36 Prozent zulegte.
Strategische Absicherung durch deutsche Partner
Die neue Vereinbarung beinhaltet laut Unternehmensangaben eine marktorientierte Preisgestaltung, die durch eine Untergrenze (Floor Price) abgesichert ist, um Schutz gegen sinkende Marktpreise zu bieten.
Zusammen mit einem bereits bestehenden Vertrag über 20.000 Tonnen pro Jahr mit der tk accelis Trading GmbH – der ehemaligen ThyssenKrupp Metallurgical Products – hat EcoGraf damit nun Lieferzusagen über insgesamt 40.000 Tonnen für den europäischen Markt festgeschrieben.
Diese Mengen entsprechen etwa 55 Prozent der ursprünglich geplanten Produktionskapazität von Epanko, die auf 73.000 Tonnen pro Jahr taxiert wird. Das Unternehmen betonte, dass diese hohe Quote an vertraglich gesicherten Absätzen die Evaluierung künftiger Erweiterungen der Durchlaufmengen stützt.
Die Grundlage für diese Planungen bildet eine im Februar veröffentlichte aktualisierte Machbarkeitsstudie (BFS), die eine Minenlebensdauer von 22 Jahren bestätigt hat.
Quartalszahlen und Liquiditätslage
Neben den operativen Fortschritten legte das Unternehmen gestern Details zu seiner finanziellen Situation vor. Zum Stichtag am 30. Juni 2026 verfügte EcoGraf über liquide Mittel in Höhe von 3,8 Millionen Australischen Dollar (A$). Dies stellt einen Rückgang gegenüber den 6,2 Millionen A$ des vorangegangenen Quartals dar. Der Mittelabfluss von 2,4 Millionen A$ wurde primär für betriebliche Aktivitäten und Explorationsvorhaben aufgewendet.
Medienberichten zufolge reagierte die Aktie am Donnerstag an den australischen Börsen mit einem starken Kurssprung auf die Nachricht der erweiterten Lieferverträge, nachdem sie am 5. August noch ein 52-Wochen-Tief erreicht hatte. Im deutschen Handel schloss das Papier am Freitag bei 0,1792 Euro und notiert damit derzeit rund 10 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, der bei 0,1624 Euro liegt.
Technologische Meilensteine und Expansion
Das Unternehmen treibt parallel zur Rohstoffgewinnung die Entwicklung seiner HFfree-Technologie voran, die zur Reinigung von Batterieanodenmaterial eingesetzt wird. In diesem Bereich meldete EcoGraf im Mai die Erteilung eines Patents in Indien, was die bereits bestehenden Schutzrechte in Australien und den USA ergänzt.
Zur Unterstützung der globalen Expansionspläne und der Weiterentwicklung dieser Technologie wurden im Juni zudem neue Mitglieder in den Vorstand und das Beratungsteam berufen.
Die vertikale Integrationsstrategie, die sowohl die Förderung in Tansania als auch die technologische Veredelung umfasst, war zudem Gegenstand eines unabhängigen Investment-Berichts, den das Unternehmen Ende Mai in Auftrag gegeben hatte. Mit der nun erfolgten Absicherung der Abnahmemengen für den europäischen Markt festigt EcoGraf seine Position in der Lieferkette für Batterierohstoffe.
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