EcoGraf: Deutscher Partner verdoppelt Abnahmevolumen

EcoGraf erweitert Abnahmeverträge für Epanko, verhandelt über 105 Millionen US-Dollar Kredit und plant eine Kapitalmaßnahme über 2 Millionen AUD.

Die Kernpunkte:
  • Abnahmevolumen für Flockengraphit verdoppelt
  • Kreditgespräche über 105 Millionen US-Dollar
  • Liquidität im Juni-Quartal gesunken
  • Aktienkaufplan soll 2 Millionen AUD einbringen

Trotz kurzfristiger Kursrücksetzer treibt das australische Bergbauunternehmen EcoGraf die Kommerzialisierung seines Graphitprojekts Epanko voran. Im Zentrum der Strategie steht die vertiefte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, um die notwendigen Finanzierungshürden für den künftigen Minenbetrieb zu nehmen.

Ausbau der deutschen Partnerschaft

Ein wesentlicher Meilenstein für die Planungssicherheit ist die Erweiterung der Abnahmevereinbarungen. Bereits am 12. August konnte das Unternehmen eine Übereinkunft mit einem deutschen Partner erzielen. Die vorläufige Vereinbarung sieht eine Verdopplung des geplanten Abnahmevolumens für Flockengraphit aus der Epanko-Mine vor.

Dieser Ausbau der Lieferverträge ist eng mit der laufenden Projektfinanzierung verknüpft. Laut Unternehmensangaben wird weiterhin mit der KfW IPEX-Bank über einen vorrangig besicherten Kredit in Höhe von 105 Millionen US-Dollar verhandelt.

Flankiert wird dieses Vorhaben durch Fördermittel: Eine bereits vor über einem Monat aktivierte Zuwendung der Europäischen Investitionsbank über 2,0 Millionen Euro sowie Mittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro aus dem „developPPP“-Programm von DEG Impulse sollen die Entwicklung stützen.

Finanzlage und operative Ausgaben

Der Blick auf die jüngsten Quartalszahlen verdeutlicht die Notwendigkeit der laufenden Kapitalmaßnahmen. Zum Ende des Juni-Quartals verfügte EcoGraf über liquide Mittel in Höhe von 3,8 Millionen Australischen Dollar (AUD). Im vorangegangenen Dreimonatszeitraum lag der Bestand noch bei 6,2 Millionen AUD. Die Abflüsse von etwa 2,4 Millionen AUD verteilten sich Medienberichten zufolge primär auf die Betriebskosten sowie Explorationsaktivitäten.

In diesem Zusammenhang steht auch der vor gut einer Woche eingeleitete Aktienkaufplan, der durch Canaccord Genuity (Australia) Limited als Emissionsbegleiter und Unterzeichner abgesichert wird. Diese Kapitalmaßnahme zielt darauf ab, rund 2 Millionen AUD einzunehmen. Der Ausgabepreis wird dabei mit einem Abschlag von 20 Prozent auf den gewichteten Durchschnittskurs kalkuliert.

Marktstimmung und Kursverlauf

An den Börsenplätzen zeigte sich der Wert zuletzt volatil. Am gestrigen Mittwoch verbuchte die Aktie im deutschen Handel einen Rückgang von 5,9 Prozent und schloss bei 0,1930 Euro. Diese Bewegung korrigiert einen Teil der vorangegangenen Aufwärtsbewegung. Auf Sicht der letzten 30 Tage weist das Papier dennoch ein deutliches Plus von 58 Prozent auf.

Anleger richten ihr Augenmerk nun auf den 28. September, an dem das aktuelle Kaufangebot für Aktionäre endet. Die Ausgabe der neuen Aktien aus diesem Plan ist für den 5. Oktober vorgesehen. Die langfristige Entwicklung des Projekts hängt nun maßgeblich davon ab, wie zügig die finalen Kreditvereinbarungen mit den beteiligten Bankenhäusern zum Abschluss gebracht werden können.

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