EcoGraf: HFfree-Verfahren kostet 478 Dollar je Tonne

Unabhängige Studie belegt: EcoGraf's HFfree-Technologie unterbietet Konkurrenzverfahren deutlich bei Betriebskosten.

Die Kernpunkte:
  • HFfree-Reinigung 34% günstiger als Standard
  • Betriebskosten von 478 US-Dollar pro Tonne
  • Anodenrecycling als neuer Markt erschlossen
  • Aktie legt in sieben Tagen 23% zu

Ein unabhängiges globales Assessment bestätigt: EcoGraf’s HFfree-Graphitreinigungstechnologie ist günstiger als alle gängigen Alternativverfahren. Für ein Unternehmen, das sich als Ex-China-Lieferant für Batterieanodenmaterialien positioniert, ist das kein unwichtiges Signal.

Kosten als entscheidendes Argument

Die Zahlen, die EcoGraf bereits im August 2025 veröffentlicht hatte, liefern das Fundament für die aktuelle Einschätzung. Demnach liegt der Betriebskostenansatz für eine HFfree-Reinigungsanlage mit einer Kapazität von 25.000 Tonnen pro Jahr bei 478 US-Dollar je Tonne — 25 Prozent weniger als noch in der Schätzung vom Juli 2024.

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Der Vergleich mit anderen Verfahren ist noch deutlicher: Hydrofluorsäure-Reinigung kostet 721 US-Dollar je Tonne, Hochtemperatur-Chlorierung 954 US-Dollar und Ultrahochtemperatur-Reinigung sogar 1.005 US-Dollar. EcoGraf liegt damit 34 Prozent unter dem nächstgünstigeren industriellen Standard.

Die Kostenstruktur der 478 US-Dollar teilt sich auf in 146 US-Dollar für Betriebsmittel und Reagenzien, 274 US-Dollar für Lohnkosten und 58 US-Dollar für Wartung. Erreicht wurden die Einsparungen laut Unternehmensangaben durch geringeren Reagenzienverbrauch, reduzierte Abfallmengen und niedrigere Entsorgungskosten.

Projektökonomie und strategische Reichweite

Für eine US-amerikanische Anlage mit der genannten Kapazität hat EcoGraf ein Investitionsvolumen von 95 Millionen US-Dollar kalkuliert. Der Vorsteuerwert des Projekts liegt bei 282 Millionen US-Dollar (NPV10), die interne Rendite bei 42 Prozent, das jährliche EBITDA bei 42 Millionen US-Dollar.

Neben der reinen Kostenposition hat das Unternehmen den HFfree-Prozess auch für die Anodenrecycling-Anwendung qualifiziert. Testprogramme mit Batteriemarktakteuren sollen die Übertragbarkeit der Technologie auf recyceltes Anodenmaterial bestätigt haben. Das erweitert den adressierbaren Markt über die Primärproduktion hinaus.

Das Verfahren produziert Graphit mit 4N-Reinheit — 99,99 Prozent Kohlenstoff — und nutzt kommerziell verfügbare Reagenzien, die in Europa, Nordamerika und Asien einsetzbar sind. Für Batteriehersteller, die Lieferketten außerhalb Chinas aufbauen wollen, ist das ein relevantes Kriterium.

Kurs mit Rückenwind

Die EcoGraf-Aktie hat in den vergangenen sieben Handelstagen rund 23 Prozent zugelegt und schloss zuletzt bei 0,23 Euro — knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt. Mit einem RSI von knapp 60 ist die Bewegung noch nicht überkauft, die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 86 Prozent zeigt aber, wie schnell sich das Bild drehen kann.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das globale Assessment als eigenständige Validierung wahrgenommen wird oder ob der Markt auf konkrete Finanzierungs- und Kommerzialisierungsmeilensteine wartet. Die Kostenargumente liegen auf dem Tisch — die nächste Bewährungsprobe ist der Übergang vom Testbetrieb zur kommerziellen Anlage.

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