Ecopetrol Aktie: Moody’s senkt Rating auf Ba2
Moody's stuft Ecopetrol herab, während Ermittlungen gegen den CEO laufen. Analysten uneins über die Aktienbewertung des kolumbianischen Ölkonzerns.

- Kreditrating von Ba1 auf Ba2 gesenkt
- Ermittlungen gegen Vorstandschef Ricardo Roa
- Analystenmeinungen zu Ecopetrol stark geteilt
- Konzern plant Ausbau erneuerbarer Energien
In Kolumbien wächst der Druck auf den Ölriesen Ecopetrol. Zwischen politischen Eingriffen und juristischen Ermittlungen gegen den Chef verliert der Konzern an Vertrauen. Die Ratingagentur Moody’s hat bereits reagiert.
Absturz beim Kreditrating
Moody’s senkte das Rating von Ecopetrol am 6. Mai von Ba1 auf Ba2. Parallel dazu verschlechterte die Agentur den Ausblick auf „negativ“. Die Experten fürchten administrative Eingriffe des Staates in die Unternehmensführung.
Auch Unklarheiten beim Preisstabilisierungsmechanismus belasten die Bewertung. Trotz der Herabstufung bleibt die operative Basis stabil. Moody’s bestätigte die grundlegende Bonität mit b1.
CEO im Visier der Justiz
Neben der finanziellen Bewertung sorgt die Personalie Ricardo Roa für Unruhe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vorstandsvorsitzenden. Es geht um mutmaßliche Verstöße gegen Ausgabenlimits im Präsidentschaftswahlkampf von 2022.
Die Justiz verschob eine geplante Anhörung am 8. Mai kurzfristig. Das Verfahren soll am 11. Mai weitergehen. Bisher liegt keine formelle Anklage gegen Roa vor.
Gespaltene Meinungen am Markt
Die Marktkapitalisierung von Ecopetrol lag zuletzt bei rund 26 Milliarden US-Dollar. Die Reaktionen der Analystenhäuser fallen jedoch gespalten aus. Wall Street Zen stufte die Aktie jüngst auf „Hold“ herab.
Dazu passt die Einschätzung der UBS Group. Die Bank setzt das Kursziel auf 13,50 US-Dollar. Im Gegensatz dazu sieht Zacks Research eine Kaufgelegenheit und vergibt ein „Strong Buy“.
Strategisch plant der Konzern den Umbau. Bis 2028 soll die Diversifizierung in Solar- und Wasserstoffenergie voranschreiten. Ecopetrol bleibt der wichtigste Steuerzahler Kolumbiens und stützt damit den Staatshaushalt.
Am 11. Mai entscheidet sich die kurzfristige Richtung. Dann wird die Anhörung gegen Ricardo Roa fortgesetzt. Der Markt wartet auf Signale zur künftigen Governance-Struktur des Energiekonzerns.
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