Edenred Aktie: 40 Millionen Dollar Strafe für Pluxee
Edenred entgeht durch Kooperation mit Wettbewerbsbehörde einer hohen Geldbuße in Chile, während Konkurrent Pluxee zahlen muss.

- Kronzeugenstatus verhindert Millionenstrafe
- Jahrelange Preisabsprachen im Fokus
- Pluxee droht 40 Millionen Dollar Bußgeld
- Edenred-Aktie mit 23 Prozent Jahresplus
Edenred entgeht in Chile einer Millionenstrafe. Während der Konkurrent Pluxee mit einer hohen Geldbuße rechnet, sicherte sich der französische Konzern durch Kooperation Immunität. Der Vorwurf wiegt schwer: jahrelange Preisabsprachen in einem fast monopolisierten Markt.
Absprachen im Milliardenmarkt
Die chilenische Wettbewerbsbehörde FNE untersucht das Gebaren auf dem Markt für Mitarbeiter-Gutscheine. Zwischen 2013 und 2021 sollen Edenred und Pluxee den Sektor kontrolliert haben. Zusammen hielten die beiden Anbieter über 80 Prozent der Marktanteile für Essens- und Bekleidungsvorteile.
Die Behörde fordert nun eine Strafe von fast 40 Millionen Dollar gegen Pluxee. Edenred hingegen kooperiert im Rahmen eines Kronzeugenprogramms mit den Beamten. Durch diese Zusammenarbeit bleibt das Unternehmen von finanziellen Sanktionen verschont.
Anleger blicken derzeit eher auf die operative Erholung als auf die juristischen Altlasten. Die Aktie steht aktuell bei 23,17 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 23 Prozent. Der Abstand zum Jahrestief bei 15,61 Euro vergrößert sich damit stetig.
Fokus auf Elektromobilität
Abseits der Gerichtssäle weitet der Konzern sein Angebot für die Elektromobilität aus. Die Tochtergesellschaft UTA Edenred startet eine Partnerschaft mit dem Ladenetzbetreiber IONITY. Kunden erhalten künftig Zugang zu vergünstigten Tarifen an tausenden europäischen Schnellladestationen.
Das Verfahren in Chile wird die Gerichte noch Jahre beschäftigen. Während Pluxee mit massiven Rückstellungen planen muss, hat Edenred seine finanzielle Flanke durch die Kronzeugen-Regelung abgesichert.
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