Elbit Aktie: Europa-Umsatz soll bis 2030 auf 4,2 Milliarden steigen
Elbit Systems strebt bis 2030 eine Verdopplung des Europa-Umsatzes an und sichert sich einen Auftrag für eine bewaffnete Drohne.

- Umsatzverdopplung in Europa bis 2030
- Auftrag für bewaffnete Drohne erhalten
- Aktie trotz jüngster Verluste im Plus
- Analysten bleiben bei Hold-Einstufung
Rüstung bleibt ein Geschäft der Extreme. Während Wettbewerber wie Hensoldt und Rheinmetall mit Auftragsstornierungen im F126-Programm kämpfen, hält sich die Aktie von Elbit Systems stabil bei 667 Euro – ein Mini-Plus von 0,23 Prozent. Doch hinter der ruhigen Fassade brodelt es: Der israelische Konzern will seinen Europa-Umsatz verdoppeln. Und ein neuer Drohnen-Deal unterstreicht die Ambitionen.
Verdopplung bis 2030
Elbit Systems peilt ein ehrgeiziges Ziel an. Bis 2030 soll der Umsatz in Europa auf rund 4,2 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 15 Prozent – deutlich mehr als die bisherigen 11 Prozent bis 2028.
Derzeit macht das Europageschäft bereits 27 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Volumen: etwa 2,1 Milliarden US-Dollar. Rückenwind kommt von den steigenden NATO-Verteidigungsausgaben als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Osteuropa. Der Auftragsbestand liegt bei über 30 Milliarden US-Dollar (Stand Q1 2026). Ein massives Polster für die kommenden Jahre.
Neue bewaffnete Drohne
Parallel zur langfristigen Strategie konnte das Unternehmen einen konkreten Auftrag an Land ziehen. Es geht um das unbemannte System „Bird of Prey“ – eine bewaffnete Drohne für präzise taktische Einsätze.
Die Rechte an der Technologie liegen teils bei Duke Robotics, das Lizenzgebühren erhält. Der Deal zeigt: Elbit hat im Bereich autonomer Systeme eine starke Position. Dieses Segment galt auch auf der ILA 2026 als zentraler Wachstumstreiber.
Katerstimmung nach Rallye
Trotz der Erfolge: Die Aktie ist kein Selbstläufer. In den letzten 30 Tagen verlor sie 9,68 Prozent. Grund sind Gewinnmitnahmen und eine Sektor-Rotation. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein Plus von knapp 32 Prozent.
Die Analysten von Jefferies bleiben vorsichtig. Sie senkten das Kursziel von 950 auf 880 US-Dollar. Die Einstufung lautet weiterhin „Hold“. Das KGV von knapp 59 spiegelt hohe Erwartungen an das künftige Gewinnwachstum.
Ein möglicher Katalysator: das israelische Verteidigungsbudget. Eine Aufstockung um 14,7 Milliarden US-Dollar steht im Raum. Davon dürfte Elbit als nationaler Champion stark profitieren. Zudem wird eine Beteiligung an deutschen Laser-Abwehrprogrammen beobachtet. Hier tritt Elbit gegen Wettbewerber wie Rafael an.
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