Electro Optic Systems: 5,7 Millionen für R400 SLINGER

Electro Optic Systems erhält 5,7 Millionen Dollar für das Raketenabwehrsystem R400 SLINGER. Der Aktienkurs fällt trotz positiver Auftragslage.

Die Kernpunkte:
  • Auftrag über 5,7 Millionen Australische Dollar
  • R400 SLINGER kombiniert Raketen und Maschinengewehr
  • Aktie verliert 7,4 Prozent am Handelstag
  • Weitere Aufträge im Juli gemeldet

Die australische Armee setzt auf heimische Technik – und erteilt Electro Optic Systems (EOS) einen Auftrag über 5,7 Millionen Australische Dollar. Entwickelt werden soll das System R400 SLINGER, eine kombinierte Abwehr gegen kleine und mittlere Drohnen.

Das Besondere: Der R400 verbindet einen lasergelenkten Raketenwerfer mit einem Maschinengewehr. Damit reagiert das System flexibel auf verschiedene Bedrohungen aus der Luft. Produziert und gewartet wird in Australien selbst.

Der Auftrag läuft über das ASCA-Programm Mission Syracuse. Dessen Gesamtvolumen steigt damit auf 37,4 Millionen Australische Dollar. Die Regierung in Canberra will die heimische Drohnenabwehr gezielt beschleunigen.

Kurs rutscht trotz guter Nachrichten

Die Aktie von EOS gab am Mittwoch deutlich nach. Sie schloss bei 5,38 Euro – ein Minus von 7,4 Prozent am Handelstag. Schon am Vortag hatte der Kurs 2,42 Prozent verloren. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 9,09 Prozent, auf Monatssicht auf 15,06 Prozent.

Der RSI steht bei 41,4 – der Wert tendiert in Richtung überverkauft. Die Volatilität bleibt mit knapp 93 Prozent annualisiert extrem hoch.

Analysten sehen dennoch Potenzial. Sie verweisen auf den vollen Auftragsbestand, die starke Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen und das Joint Venture für Laserwaffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Weitere Aufträge im Juli

EOS hatte erst Anfang Juli neue Sales Orders über 38 Millionen Australische Dollar gemeldet. Darunter ein US-Auftrag über 16 Millionen Dollar für das Marine-System R400, bestimmt für einen Schiffbauer im Nahen Osten.

Zudem verbuchte die Tochter MARSS einen britischen Auftrag über acht Millionen Pfund. Der Kunde – ebenfalls aus dem Nahen Osten – bestellt ein neues Führungs- und Trainingszentrum für Drohnenabwehr.

Die Auftragslage bei EOS zeigt klar nach oben. Die Kursentwicklung bleibt vorerst volatil. Am 30. Juni lag der Aktienkurs noch rund 15 Prozent über dem aktuellen Niveau. Der Markt wartet jetzt auf die nächsten Quartalszahlen – und darauf, ob sich die vielen Aufträge auch in steigenden Gewinnen niederschlagen.

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