Electro Optic Systems Aktie: Wachstum mit Risiko

Electro Optic Systems übertrifft den Markt, bleibt aber unprofitabel. Die Aktie spekuliert auf die Umsetzung eines vollen Auftragsbuchs und die Integration der übernommenen MARSS Group.

Die Kernpunkte:
  • Starker Kursanstieg ohne aktuelle Gewinne
  • Übernahme von MARSS für integrierte Drohnenabwehr
  • Auftragsbestand von über 415 Millionen US-Dollar
  • Finanzierung der Akquisition aus eigenen Mitteln

Electro Optic Systems Holdings (EOS) hat sich in den vergangenen Monaten deutlich von der Entwicklung des breiten australischen Marktes abgekoppelt. Während der S&P/ASX 300 im Jahresvergleich zweistellig zulegen konnte, hat die EOS-Aktie diese Entwicklung klar übertroffen – allerdings ohne entsprechende Profitabilität im Rücken. Im Mittelpunkt stehen jetzt hohe Erwartungen an neue Aufträge und eine strategische Übernahme.

Das Unternehmen bringt aktuell rund 1,90 Milliarden US-Dollar Börsenwert auf die Waage, die Aktie schloss die letzte Sitzung bei 9,86 US-Dollar. Die Bewertung spiegelt damit vor allem künftige Ertragschancen wider, nicht die aktuelle Ertragslage.

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Ergebnislage und Bewertung

Trotz der Kursrally bleibt EOS klar in einer Investitionsphase. Ein klassisches Bewertungsmaß wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist derzeit nicht anwendbar.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:
– Gewinn je Aktie (EPS, letzte 12 Monate): -0,42 A$
– KGV: nicht aussagekräftig aufgrund negativer Ergebnisse
– Umsatz erstes Halbjahr 2025: 44,1 Mio. US-Dollar

Die Marktbewertung orientiert sich derzeit weniger am kurzfristigen Nettogewinn, sondern daran, wie der Markt die Umsetzung bestehender Aufträge und künftiger Verträge einschätzt.

Strategische Übernahme von MARSS

Wesentlicher Kurstreiber ist die bestätigte Übernahme der europäischen MARSS Group. Der in dieser Woche verkündete Deal sieht eine sofortige Barzahlung von 36 Mio. US-Dollar (rund 54 Mio. A$) vor.

Mit der Integration der „NiDAR“-Führungs- und Kontrolltechnologie von MARSS vollzieht EOS einen klaren strategischen Schritt: Weg vom reinen Komponentenlieferanten, hin zu einem Anbieter vollständig integrierter Systeme zur Abwehr von Drohnen. Finanziert wird die Transaktion vollständig aus bestehenden Barmitteln, die zum 31. Dezember 2025 bei rund 107 Mio. US-Dollar lagen.

Volles Auftragsbuch

Die Wachstumsstory wird durch einen deutlich gestiegenen Auftragsbestand untermauert. Der bestätigte Auftragsbestand liegt inzwischen bei über 415 Mio. US-Dollar und gibt dem Unternehmen für 2026 und 2027 eine gute Umsatzsichtbarkeit.

Zentrale, klar benennbare Verträge sind:
– NATO-Hochenergielaser: Auftrag über 71,4 Mio. Euro (ca. 125 Mio. A$) zur Lieferung von 100-kW-Laserwaffensystemen an ein europäisches NATO-Mitglied
– Nordamerika-Geschäft: Bestätigter Auftrag über 21 Mio. US-Dollar für Remote Weapon Systems (RWS), gesichert Ende Dezember 2025
– Hanwha-Defence-Vertrag: Laufender Auftrag über 108 Mio. US-Dollar im Rahmen des australischen LAND 400 Phase 3 Projekts

Diese Verträge bilden den Kern des Auftragsbuchs und sind entscheidend für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre.

Liquidität und Ausblick

Trotz des Wachstumsfokus bleibt der Cashflow ein zentrales Thema. In früheren Berichten wies das Unternehmen einen Netto-Cash-Abfluss aus dem operativen Geschäft von 34,28 Mio. US-Dollar aus. Die verfügbare Liquidität von rund 107 Mio. US-Dollar gibt jedoch Spielraum, die MARSS-Übernahme ohne unmittelbare Kapitalerhöhung zu stemmen.

Das Management rechnet damit, dass die Akquisition im Jahr 2026 ergebnisneutral bleibt und ab 2027 positive Cashflows beisteuert. Aktuell richtet sich der Blick des Marktes vor allem darauf, wie zuverlässig EOS die großen NATO- und Nordamerika-Aufträge im laufenden Geschäftsjahr abwickelt. Der aktuelle Kurs um 9,86 US-Dollar impliziert dabei hohe Erwartungen an eine planmäßige Umsetzung dieser Projekte.

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