Electro Optic Systems Holdings Aktie: Chancenreiche Entwicklungen!
Der Rüstungsspezialist EOS meldet ein explodiertes Auftragsvolumen und einen europäischen Großauftrag, steht aber weiterhin vor der Herausforderung, operativ profitabel zu werden.

- Auftragsvolumen mehr als verdreifacht
- Milliardenwertiger europäischer Laserwaffenvertrag
- Operativer Verlust trotz hoher Bruttomarge
- Aktienkurs steigt nach Zahlenveröffentlichung stark
Der australische Rüstungstechnologie-Spezialist Electro Optic Systems (EOS) hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und die Reaktion an der Börse war eindeutig. Der Aktienkurs schoss um über 13 Prozent nach oben. Der Grund: Das Auftragsvolumen hat sich mehr als verdreifacht, und ein milliardenschwerer europäischer Laserwaffen-Vertrag unterstreicht das Potenzial. Doch bei aller Euphorie bleibt eine zentrale Frage offen: Kann EOS die prall gefüllten Auftragsbücher auch in nachhaltige Gewinne umwandeln?
Gewinnzone noch nicht erreicht
Die wichtigste Kennzahl zuerst: Die Bruttomarge kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf beeindruckende 63 Prozent, nach 48 Prozent im Vorjahr. Das zeigt, dass das Kerngeschäft fundamental profitabler wird. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 128,5 Millionen australische Dollar.
Unter dem Strich steht jedoch weiterhin ein bereinigter EBITDA-Verlust von 24,4 Millionen Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn von 17,5 Millionen Dollar basiert primär auf einem einmaligen Veräußerungsgewinn von 91 Millionen Dollar aus dem Verkauf der EM-Solutions-Sparte. Operativ ist EOS damit noch nicht profitabel – ein Zustand, den das Management 2026 ändern will.
Auftragsbuch explodiert auf 459 Millionen Dollar
Das Herzstück der jüngsten Entwicklung ist die Auftragslage. Zum Jahresende 2025 türmte sich das Auftragsvolumen auf 459 Millionen australische Dollar – mehr als das Dreifache der 136 Millionen Dollar vom Vorjahr. Insgesamt unterzeichnete EOS im vergangenen Jahr 18 neue Verträge mit einem Gesamtwert von rund 420 Millionen Dollar. Zum Vergleich: 2024 waren es nur 70 Millionen Dollar – ein Anstieg um etwa 500 Prozent.
CEO Andreas Schwer hat sich zum Ziel gesetzt, 40 bis 50 Prozent dieses Auftragsbestands im laufenden Jahr in Umsatz umzusetzen. Das würde Erlöse zwischen 180 und 230 Millionen Dollar bedeuten – ein Niveau, das nach Einschätzung des Unternehmens ausreichen sollte, um die Gewinnzone zu erreichen. Die Auslieferung der Systeme soll sich bis 2028 erstrecken. Damit hängt die künftige operative Performance entscheidend an der Fähigkeit, komplexe Projekte termingerecht und effizient abzuwickeln.
Durchbruch in Europa: 71 Millionen Euro aus den Niederlanden
Besonders bedeutsam ist ein Großauftrag aus den Niederlanden. EOS wird ein 100-Kilowatt-Laserwaffen-System liefern – Vertragswert: 71 Millionen Euro. Der Abschluss markiert einen wichtigen Schritt in den europäischen Verteidigungsmarkt und unterstreicht die wachsende Nachfrage nach gerichteten Energiesystemen zur Drohnenabwehr.
Parallel dazu hat EOS seine internationale Präsenz ausgebaut. Die Übernahme von MARSS für 36 Millionen US-Dollar plus erfolgsabhängige Zahlungen bringt KI-gestützte Kommando- und Kontrollsysteme sowie über 60 bereits im Einsatz befindliche Systeme ins Portfolio. In Europa ist das Unternehmen nun in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden aktiv, eine Präsenz in Deutschland ist geplant. Zudem eröffnete EOS ein neues Produktionswerk in Singapur, um die Fertigungskapazität für asiatische Märkte zu erhöhen.
Belastung durch Shortseller-Vorwürfe
Anfang Februar geriet EOS unter Druck, nachdem die Leerverkäufer-Plattform Grizzly Research kritische Fragen zu einem bedingten Vertrag über 80 Millionen Dollar mit dem südkoreanischen Kunden Goldrone aufwarf. EOS wies die Vorwürfe scharf zurück und stellte klar, dass dieser Vertrag von einer Anzahlung in Höhe von 18 Millionen Dollar abhängig ist und explizit nicht Teil des ausgewiesenen Auftragsbestands von 459 Millionen Dollar ist. Die Aktie erholte sich nach der Stellungnahme mit einem Kurssprung von fast 12 Prozent.
Solide Bilanz, aber noch kein Cashflow
Die Bilanz ist grundsätzlich solide: EOS verfügt über liquide Mittel zwischen 106 und 107 Millionen Dollar, ist schuldenfrei und hat Zugriff auf eine ungenutzte Kreditlinie über 100 Millionen Dollar. Kundenanzahlungen stiegen auf 42 Millionen Dollar – ein Plus von etwa 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das stützt das Working Capital während langer Produktionszyklen.
Die Mitarbeiterzahl wuchs auf 436, während das Management gleichzeitig betont, indirekte Kosten und Gemeinkosten weiterhin straff zu steuern. Trotz dieser Fortschritte war der operative Cashflow 2025 negativ – ein Punkt, der sich erst mit der Umsatzkonversion des prall gefüllten Auftragsbestands ändern wird.
Am 28. Februar 2026 notiert die Aktie bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 12,5 – deutlich über dem Branchenschnitt von 5,6 im Luft- und Raumfahrtsektor. Die Bewertung reflektiert hohe Wachstumserwartungen, die das Unternehmen nun einlösen muss. Das Jahr 2026 wird zeigen, ob EOS die Auftragsbombe in operative Exzellenz übersetzen kann.
Electro Optic Systems Holdings-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Electro Optic Systems Holdings-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Electro Optic Systems Holdings-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Electro Optic Systems Holdings-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Electro Optic Systems Holdings: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




