Elekta Aktie: EIB sichert Milliardenkredit
Elekta übertrifft im ersten Quartal die EPS-Schätzung, verfehlt beim Umsatz jedoch die Prognose. EIB-Kredit und Kursziele stützen den Ausblick.

- Gewinn je Aktie deutlich über Erwartungen
- Erlöse bleiben hinter Prognosen zurück
- EIB stellt 1,1 Milliarden SEK bereit
- Mehrere Analysehäuser erhöhen Kursziele
Das schwedische Medizintechnikunternehmen Elekta hat Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vorgelegt, die am Markt für gemischte Reaktionen sorgten.
Während die Profitabilität die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf und das Unternehmen Fortschritte bei der Effizienz machte, blieb der Umsatz hinter den Prognosen zurück. Ein robuster Auftragseingang und die Sicherung einer langfristigen Finanzierung geben jedoch Anlass zu Optimismus für die kommenden Monate.
Profitabilität schlägt Analystenschätzungen
Im ersten Geschäftsquartal, das am 31. Juli endete, konnte Elekta seinen Gewinn pro Aktie (EPS) auf 0,69 SEK steigern, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich 0,28 SEK erzielt worden waren. Damit übertraf der Konzern die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 0,553 SEK deutlich.
Diese Margenverbesserung gelang trotz eines leichten Umsatzrückgangs: Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,02 Prozent auf 3,54 Milliarden SEK. Analysten hatten im Vorfeld mit einem höheren Umsatz von etwa 3,62 Milliarden SEK gerechnet.
Gestern legte die Aktie im Handel um 1,0 Prozent zu und schloss bei 4,85 Euro. Damit setzt das Papier eine vorsichtige Erholung fort und notiert aktuell 6,1 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 4,57 Euro. Die jüngste Kursentwicklung spiegelt die Erleichterung über die verbesserte operative Disziplin wider, nachdem das Papier am Tag der Ergebnisveröffentlichung am Donnerstag zunächst Verluste verbucht hatte.
Milliardenkredit stützt Forschungsstrategie
Parallel zur Bilanzvorlage gab das Unternehmen bekannt, ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 1,1 Milliarden SEK erhalten zu haben. Diese Mittel sollen gezielt in die Forschung und Entwicklung neuer Behandlungen in der Onkologie und Neurologie fließen.
Finanzvorstand Klara Eiritz betonte, dass diese Finanzierung die langfristige Strategie des Unternehmens absichere und mehr Flexibilität für technologische Innovationen schaffe. Die Entwicklungsarbeit findet vorwiegend an Standorten in Schweden und den Niederlanden statt.
Besondere Hoffnung setzt das Management auf das Bestrahlungssystem Evo, das insbesondere im US-Markt auf starkes Interesse stößt. Der Auftragseingang entwickelte sich im abgelaufenen Quartal gesund, was laut Medienberichten auf eine bevorstehende Erholung des operativen Geschäfts hindeutet.
Dennoch bleiben regionale Unsicherheiten bestehen, da Reformen im chinesischen Gesundheitswesen sowie eine allgemeine Schwäche in der Region Asien-Pazifik das Wachstumstempo vorerst bremsen könnten.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Namhafte Analysehäuser reagierten mit Kurszielanhebungen auf die Quartalszahlen. Pareto Securities erhöhte das Kursziel für Elekta von 65 auf 68 SEK und bestätigte die Kaufempfehlung.
Die Experten wiesen darauf hin, dass die Aktie auf Basis des bereinigten operativen Ergebnisses mit einem Abschlag von 48 Prozent gegenüber dem Branchendurchschnitt bewertet wird. Auch die Analysten von SB1 Markets zeigten sich zuversichtlich und hoben ihr Kursziel von 59 auf 60 SEK an.
Zusätzliche Unterstützung kommt von Handelsbanken und Nordea, die ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 70 SEK beziehungsweise 63 SEK untermauerten.
Während Handelsbanken auf einen historischen Bewertungsabschlag von 38 Prozent verwies, lobten Marktbeobachter vor allem die Widerstandsfähigkeit der Margen in einem herausfordernden Marktumfeld. Der Fokus des Unternehmens auf Kosteneffizienz scheint Früchte zu tragen und gleicht das derzeit verhaltene Umsatzwachstum bei den Investoren aus.
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