Elevate Uranium Aktie: Pilotanlage bestätigt 79 % Rückgewinnungsrate
Elevate Uranium steigert den Urangehalt auf 590 ppm und gewinnt 79 Prozent zurück. Die fünfte Teststufe soll im Dezember 2026 folgen.

- Erzmasse um 88 Prozent reduziert
- Urangehalt auf 590 ppm gesteigert
- 79 Prozent Uran zurückgewonnen
- Aktie vorbörslich 8,1 Prozent höher
Das australische Rohstoffunternehmen Elevate Uranium hat gestern erste Ergebnisse aus dem Pilotbetrieb seines Marenica-Uranprojekts in Namibia vorgelegt.
Die Daten aus den ersten vier Stufen des proprietären U-pgrade-Verfahrens belegen eine massive Konzentrierung des Erzes bei gleichzeitig hoher Rückgewinnungsrate. Damit erreicht die technologische Entwicklung des Unternehmens einen wichtigen Meilenstein, während der gesamte Uransektor von einem freundlichen Marktumfeld profitiert.
Effizienzsteigerung durch das U-pgrade-Verfahren
Im Zentrum der aktuellen Meldungen stehen die Leistungsdaten der Pilotanlage, die darauf ausgelegt ist, den Urangehalt des abgebauten Materials bereits vor der eigentlichen chemischen Weiterverarbeitung signifikant zu erhöhen.
Medienberichten zufolge gelang es in den ersten vier Prozessstufen, rund 88 % der ursprünglichen Erzmasse als taubes Gestein auszusondern. Dieser hohe Ausschussgrad ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit, da er das Volumen des Materials, das in den nachfolgenden, kostenintensiven Verarbeitungsschritten behandelt werden muss, drastisch reduziert.
Die Konzentration des Urans stieg dabei von ursprünglich 89 ppm (parts per million) auf 590 ppm an. Trotz der massiven Reduktion der Gesteinsmasse konnten 79 % des enthaltenen Urans in das Konzentrat für die finale Prozessstufe überführt werden. Dieser technologische Fortschritt stärkt die wirtschaftlichen Aussichten für das Marenica-Projekt, da das Verfahren speziell darauf optimiert ist, geringhaltige Erzvorkommen durch mechanische und physikalische Trennung effizienter nutzbar zu machen.
Ausblick auf die finale Testphase
Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten vier Phasen richtet sich der Fokus nun auf die fünfte und letzte Stufe des Pilotprojekts. Hierbei handelt es sich um eine Flotationsstufe, die bereits im August in Betrieb genommen wurde.
Derzeit befindet sich dieser Anlagenteil im Prozess der Optimierung. Das Unternehmen strebt an, die Anlage in einen stabilen Dauerbetrieb (Steady-State) zu überführen, um belastbare Daten für den gesamten integrierten Kreislauf zu gewinnen.
In Marktkreisen wird der Abschluss dieser fünften Stufe als entscheidender Beweis für die industrielle Skalierbarkeit des U-pgrade-Verfahrens gewertet.
Mit der Veröffentlichung der vollständigen Ergebnisse aus allen fünf Prozessstufen rechnet das Management für das im Dezember endende Quartal 2026. Diese Daten werden voraussichtlich die Grundlage für weitere Machbarkeitsstudien und die mögliche kommerzielle Umsetzung des Projekts in Namibia bilden.
Rückenwind durch den Uransektor
Die operativen Fortschritte von Elevate Uranium fallen in eine Phase erhöhter Dynamik am globalen Uranmarkt. Medienberichten zufolge erreichten die Spotpreise für Uran kürzlich den höchsten Stand seit Februar, wobei die Terminkontrakte für September auf 88,15 US-Dollar pro Pfund stiegen. Dieser Preisanstieg stützt die Bewertung von Uran-Explorern und Entwicklern weltweit.
Zusätzlich sorgen Aktivitäten bei Branchennachbarn für Aufmerksamkeit. Laut Reuters befindet sich NexGen Energy in regelmäßigen Gesprächen mit dem Bergbaukonzern BHP bezüglich seines Rook I-Projekts und strebt eine Kapitalaufnahme von rund einer Milliarde US-Dollar innerhalb der nächsten neun Monate an.
Solche Entwicklungen bei großen Branchenvertretern unterstreichen das wachsende Interesse an gesicherten Uran-Lieferketten und beeinflussen die Stimmung für den gesamten Sektor positiv.
An der Börse reagierten die Anleger heute mit deutlichen Zukäufen auf die operativen Neuigkeiten. Die Aktie von Elevate Uranium verzeichnete vorbörslich ein Plus von 8,1 % und setzt damit ihren positiven Trend der letzten Wochen fort. Mit dem aktuellen Kurszuwachs notiert das Papier nun etwa 18 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt, was die kurzfristige Dynamik der Erholung unterstreicht.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich auf umgerechnet 85,84 Millionen €. Da die entscheidenden Ergebnisse der finalen Flotationsstufe noch ausstehen, bleibt die weitere Entwicklung im Dezemberquartal der maßgebliche Faktor für die künftige Bewertung.
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