Eli Lilly Aktie: 25,3 Milliarden für Übernahmen
Eli Lilly investiert 25 Milliarden Dollar in Zukäufe und erweitert Portfolio. Analysten erwarten starke Quartalszahlen im Juli.

- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- 25,3 Milliarden Dollar für zehn Übernahmen
- Portfolio-Diversifizierung über Kernthemen hinaus
- Ambitionierte Analystenschätzungen für Q2
Die vergangene Woche begann für Eli Lilly mit einem Paukenschlag. Am Montag erreichte die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch von 1.044,00 Euro. Dann setzte eine Gegenbewegung ein.
Bis Freitag gab das Papier um 5,7 Prozent nach und schloss bei 984,50 Euro. Der Wochengewinn schrumpfte auf magere 0,23 Prozent. Der RSI liegt bei 64,3 Punkten – der Titel ist angespannt, aber noch nicht überhitzt. Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von 13,5 Prozent.
Rekordsumme für Zukäufe
Hinter der jüngsten Kursdynamik steckt eine offensive Strategie. Eli Lilly hat seit Jahresbeginn rund 25,3 Milliarden Dollar für zehn Übernahmen ausgegeben. Das ist mehr als die Hälfte aller M&A-Ausgaben der zwölf größten Pharmakonzerne weltweit.
Besonders auffällig: Drei der Akquisitionen entfallen auf den Impfstoffsektor und summieren sich auf knapp vier Milliarden Dollar. Der Konzern diversifiziert sein Portfolio weg von den Kernthemen Diabetes und Adipositas. Starkes operatives Cashflow macht den Einkauf möglich.
Quartalszahlen mit Spannung erwartet
Die Analystenschätzungen für das zweite Quartal sind ambitioniert. Der erwartete Gewinn je Aktie liegt bei 9,01 Dollar – ein Plus von knapp 43 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz soll auf 20,4 Milliarden Dollar klettern, ein Zuwachs von 31 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren die Analysten Erlöse von 85,6 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 35,67 Dollar pro Aktie. Die Frage ist, ob Eli Lilly diese Erwartungen erfüllen kann.
Globaler Ausbau als Trumpf
Morgan Stanley bevorzugt Eli Lilly gegenüber dem Rivalen Novo Nordisk. Grund sind die klinischen Daten der dualen Wirkstoffe gegen Diabetes und Fettleibigkeit.
Gleichzeitig treibt der Konzern die internationale Expansion voran. Der US-Markt für Adipositas-Medikamente zeigt erste Sättigungserscheinungen. Eli Lilly sucht deshalb in rund 40 Ländern um Zulassung für seine neuesten Therapien. In Schwellenländern liegt die Penetrationsrate bislang unter zwei Prozent – das Potenzial ist gigantisch.
Die Kassen sind voll, die Pipeline wächst, der Ausblick ist ehrgeizig. Mitte Juli folgen die Quartalszahlen. Dann zeigt sich, ob die hohen Erwartungen berechtigt sind.
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