Eli Lilly Aktie: FDA erweitert Olumiant-Zulassung für Jugendliche

Die FDA genehmigte Olumiant für Jugendliche mit schwerem kreisrundem Haarausfall; Eli Lilly konkurriert damit direkt mit Pfizer.

Die Kernpunkte:
  • FDA-Freigabe für Jugendliche mit Alopecia areata
  • Phase-3-Studie umfasste 257 junge Patienten
  • Pfizers Litfulo bereits in der Indikation vertreten
  • Quartalszahlen für den 29. Oktober angekündigt

Gestern erweiterte die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung des Medikaments Olumiant auf Jugendliche mit schwerer Alopecia areata. Damit erschließt sich der US-Pharmakonzern eine zusätzliche Patientengruppe bei der Behandlung von kreisrundem Haarausfall. An der Börse schloss die Eli-Lilly-Aktie am Freitag bei 1.038,60 Euro, was einem moderaten Tagesverlust von 0,2 Prozent entspricht.

Die Entscheidung der Behörde stützt sich auf die Phase-3-Studie BRAVE-AA-PEDS mit 257 jugendlichen Patienten. Nach 36 Behandlungswochen erzielten 42 Prozent der Probanden unter der höheren Tagesdosis von vier Milligramm das primäre Studienziel einer dichten Kopfhaarbehaarung. Unter der niedrigeren Wirkstärke erreichte gut ein Viertel der Teilnehmer diesen Erfolg, während die Placebogruppe kaum nennenswerte Verbesserungen verzeichnete.

Eli Lilly beziffert das Risiko, im Laufe des Lebens an Alopecia areata zu erkranken, auf bis zu zwei Prozent der Bevölkerung. Nahezu 40 Prozent der Krankheitsfälle treten bereits vor dem zwanzigsten Lebensjahr auf, was den medizinischen Bedarf in dieser Altersgruppe unterstreicht.

Die Fachinformation verweist neben der therapeutischen Wirkung allerdings auch auf Risiken wie schwere Infektionen, kardiovaskuläre Ereignisse und Thrombosen. Mit der Zulassung tritt der Konzern in direkten Wettbewerb zu Pfizers Präparat Litfulo, das in dieser Indikation bereits auf dem Markt vertreten ist.

Breitere Basis jenseits des Kerngeschäfts

Die Indikationserweiterung für Olumiant fügt sich in eine Reihe regulatorischer Erfolge ein, mit denen das Pharmaunternehmen seine therapeutische Basis kontinuierlich ausbaut.

Erst kürzlich erteilte die FDA die Genehmigung für das wöchentlich zu verabreichende Basalinsulin Onswik zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes. Dieses Präparat soll Betroffenen im Vergleich zur herkömmlichen täglichen Injektionsroutine über 300 Nadelstiche pro Jahr ersparen und die Therapieadhärenz spürbar verbessern.

Parallel dazu treibt Eli Lilly die Auffüllung der präklinischen Pipeline voran. Eine jüngst vereinbarte weltweite Forschungsallianz mit InnoCare Pharma zielt auf die Erforschung von Wirkstoffen gegen bis zu fünf biologische Zielstrukturen ab. Das Abkommen sichert dem Konzern Plattformzugang zur Identifizierung innovativer Moleküle, während InnoCare für Entwicklung und Meilensteine vergütet wird.

Ausblick auf die Quartalsbilanz

Seine Marktführerschaft im Adipositas-Markt festigte der Konzern vor gut drei Wochen, getragen von der unverändert dynamischen Nachfrage nach Tirzepatid-Präparaten. Für Anleger rückt nun der 29. Oktober in den Mittelpunkt, an dem Eli Lilly die Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorlegen wird.

Der Bericht dürfte zeigen, wie effektiv die Erlöse die wachsenden Investitionen in klinische Studien und neue Produktionskapazitäten tragen. Mit einem Zuwachs von 13 Prozent seit Jahresanfang notiert das Wertpapier weiterhin unweit seines im Spätsommer markierten Rekordniveaus.

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