Eli Lilly Aktie: Foundayo erobert 30 Prozent Marktanteil

Eli Lilly steigert mit Foundayo den Anteil bei Abnehmtabletten, während Mounjaro und Zepbound im zweiten Quartal fast 15 Milliarden Dollar erlösen.

Die Kernpunkte:
  • Foundayo erreicht über 30 Prozent
  • Medicare-Bridge zählt 600.000 Registrierungen
  • Mounjaro und Zepbound liefern Milliardenumsatz
  • Citigroup bestätigt Kaufempfehlung und Kursziel

Eli Lilly baut seine Position im Markt für orale Adipositas-Therapien mit hohem Tempo aus. Mit dem Präparat Foundayo sicherte sich das US-Pharmaunternehmen zuletzt mehr als 30 Prozent der Neueinstellungen bei pillenbasierten Behandlungen in den Vereinigten Staaten. Damit verringert der Konzern zügig den Vorsprung des dänischen Rivalen Novo Nordisk, der mit seiner Wegovy-Tablette als Erster im Markt gestartet war.

Offensive bei Erstattung und Vertrieb

Wie Ilya Yuffa, Präsident von Lilly USA, auf einer Branchenkonferenz darlegte, setzt das Unternehmen auf eine konsequente Erweiterung des Patientenzugangs.

Während der europäische Konkurrent das Segment der Tablettenbehandlungen anfänglich fast vollständig beherrschte, verliert dieser Monopolstatus nun an Boden. Lilly zielt dabei auf unterschiedliche Behandlungsphasen ab, die von der Ersteinstellung über die Dosierung bis hin zur dauerhaften Erhaltung reichen.

Ein wichtiger Treiber für die rasche Marktdurchdringung ist das im Juli gestartete Medicare-Bridge-Programm. Bereits rund 600.000 Patienten haben sich für diese Initiative registriert, die berechtigten Versicherten eine monatliche Eigenbeteiligung von lediglich 50 US-Dollar ermöglicht. Das Modell richtet sich an ein Millionenpublikum, dessen Versicherungsschutz die modernen Präparate bislang oft gar nicht oder nur unzureichend abdeckt.

Volumenwachstum fängt Preisdruck ab

Der Vorstoß verdeutlicht den strategischen Wandel im gesamten Segment der Stoffwechseltherapien. Zwar dämpfen Rabattverträge und vergünstigte Zuzahlungsmodelle den durchschnittlich erlösten Preis je Dosis, doch das stark anziehende Rezeptvolumen kompensiert diesen Rückgang. Lilly festigt auf diese Weise seine führende Rolle im US-Geschäft gegen Fettleibigkeit, wo der Konzern den überwiegenden Teil der ärztlichen Neuverschreibungen verbucht.

Als verlässliche Stütze erweisen sich parallel dazu die etablierten Injektionspräparate Mounjaro und Zepbound. Beide Medikamente erzielten im zweiten Quartal zusammen fast 15 Milliarden US-Dollar an Erlösen. Auf dieser Basis stellte die Unternehmensführung für das Gesamtjahr 2026 zuletzt einen Konzernumsatz in der Spanne von 85 bis 87 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

Zuversicht an der Börse

Die Kombination aus wachsendem Marktanteil im Tablettensegment und robusten Erlösen der bestehenden Kernprodukte kommt an den Finanzmärkten gut an. Branchenbeobachter werten die breite Aufstellung und die Fähigkeit, neue Darreichungsformen schnell im Markt zu etablieren, als entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Entsprechend optimistisch fällt die Haltung institutioneller Adressen aus. Analyst Geoff Meacham von der Citigroup stuft den Wert weiterhin mit Buy ein und sieht das Kursziel bei 1.600 US-Dollar. Gestern schloss die Aktie im Handel bei 984,70 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel damit ein Plus von 53 Prozent.

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