Eli Lilly Aktie: Kinderdaten und Lizenzdeal

Die SHINE-2-Studie erreichte ihren primären Endpunkt; Lilly plant die Einreichung der Daten und vereinbarte eine Technologiekooperation.

Die Kernpunkte:
  • Primäres Studienziel bei Kindern erreicht
  • Hälfte erreichte Remission nach 52 Wochen
  • Lilly will Zulassungserweiterung beantragen
  • Metis-Partnerschaft mit bis zu 1,1 Milliarden Dollar

Eli Lilly sammelt gleich an zwei Fronten Argumente: Der Konzern meldet positive Phase-III-Daten für Omvoh bei jungen Colitis-ulcerosa-Patienten. Parallel dazu sichert sich Lilly Zugang zu neuer Wirkstofftransport-Technologie aus Hongkong.

Omvoh: Studienziel bei Kindern erreicht

In der Phase-III-Studie SHINE-2 testete Lilly den Wirkstoff Mirikizumab bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa. Nach 12 Wochen sprachen 81 Prozent der Teilnehmer klinisch auf die Einleitungsbehandlung an. Von diesen Patienten erreichte die Hälfte nach 52 Wochen eine klinische Remission. Damit war der primäre Endpunkt erfüllt.

Auch die weiteren Messgrößen fielen positiv aus. Gut 71 Prozent erreichten nach einem Jahr eine symptomatische Remission, bei knapp 54 Prozent besserte sich der endoskopische Befund. Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatte zuvor erfolglos Biologika erhalten.

Das Sicherheitsprofil fiel nach Unternehmensangaben erwartungsgemäß aus. Vier Patienten erlitten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, keines davon brachte Lilly mit der Behandlung in Verbindung. Neue Sicherheitssignale traten nicht auf.

Vorgestellt wurden die Daten heute auf der United European Gastroenterology Week 2026. Lilly zufolge ist Omvoh der erste Hemmstoff der IL-23p19-Gruppe mit Phase-III-Daten über ein Jahr in dieser Altersgruppe.

Zulassungserweiterung im Visier

Bislang ist Omvoh nur für Erwachsene mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zugelassen. Lilly will die neuen Daten bei Zulassungsbehörden weltweit einreichen. Gelingt das, wäre Omvoh der erste IL-23p19-Hemmer mit einer entsprechenden Indikation für junge Patienten. In den USA sind nach Unternehmensangaben mehr als 26.000 Kinder und Jugendliche betroffen. Ob die Behörden zustimmen, ist offen.

Lizenzpartnerschaft mit Metis TechBio

Zusätzlich vereinbarte das in Hongkong gelistete Unternehmen Metis TechBio eine Zusammenarbeit mit Lilly. Es geht um Forschung und Entwicklung gewebespezifischer Wirkstofftransport-Technologien. Das Volumen beträgt bis zu 1,1 Milliarden Dollar. Solche Summen fließen bei Kooperationen dieser Art üblicherweise nur zum Teil und abhängig von Meilensteinen.

An der Börse blieb der Effekt am Montag überschaubar. Die Aktie notierte am Mittag auf Tradegate leicht im Minus bei rund 1.113 Euro. Morgan Stanley sieht das Kursziel bei 1.319,88 Dollar.

Als nächster konkreter Schritt steht die Einreichung der SHINE-2-Daten bei den Zulassungsbehörden an. Einen Termin nannte Lilly bislang nicht.

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