Eli Lilly Aktie: Nachhaltiger Aufschwung beginnt!

Der Pharmariese nutzt die Milliarden aus dem Abnehmgeschäft für eine aggressive Expansion in der Krebsforschung und übernimmt das ADC-Entwicklerunternehmen CrossBridge Bio.

Die Kernpunkte:
  • Zukauf für bis zu 300 Millionen US-Dollar in bar
  • Erwerb des ADC-Entwicklers CrossBridge Bio
  • Finanzierung durch Rekordumsätze mit Abnehmspritzen
  • Aktie notiert trotz operativer Stärke im Minus

Die Kassen von Eli Lilly quellen dank der populären Abnehmspritzen über. Das Management nutzt dieses Kapital nun für eine aggressive Expansion im Onkologie-Sektor. Nur einen Tag vor US-Börseneröffnung meldete der Pharmagigant den nächsten Zukauf. Das Ziel: Die nächste Generation der Krebstherapie.

Millionen-Deal in Houston

Für bis zu 300 Millionen US-Dollar in bar übernimmt Lilly das in Houston ansässige Startup CrossBridge Bio. Das Biotech-Unternehmen entwickelt sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs). Diese Medikamente transportieren toxische Wirkstoffe zielgenau zu bösartigen Tumorzellen. CrossBridge arbeitet an einer neuen Variante dieser Technologie.

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Der Hoffnungsträger heißt CBB-120. Dieser Kandidat zielt auf das krebstreibende Protein TROP2 ab. Laut Unternehmensangaben bietet das Mittel ein breiteres therapeutisches Fenster als bisherige ADCs auf dem Markt. Das bedeutet: höhere Wirksamkeit bei geringeren Nebenwirkungen und weniger Behandlungsresistenzen. Erste klinische Anträge bei der US-Zulassungsbehörde FDA sind für 2026 geplant.

Abnehm-Milliarden finanzieren Pipeline

Der Erwerb fügt sich nahtlos in die Strategie des Konzerns ein. Seit der Übernahme von Loxo Oncology im Jahr 2019 baut Lilly sein Geschäft mit Präzisionsonkologie systematisch aus. Erst kürzlich meldete das Unternehmen positive Phase-3-Daten für das Leukämie-Medikament Jaypirca.

Den finanziellen Spielraum für diese Einkaufstour liefert der beispiellose Erfolg im Stoffwechsel-Segment. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 45 Prozent auf 65,2 Milliarden US-Dollar. Allein das Abnehmpräparat Zepbound spülte 13,5 Milliarden US-Dollar in die Kassen – ein Plus von 175 Prozent. Das Diabetes-Mittel Mounjaro verdoppelte seine Erlöse auf knapp 23 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte Lilly bereits 6,3 Milliarden US-Dollar für den Schlafforscher Centessa Pharmaceuticals auf den Tisch gelegt.

Hohe Bewertung trifft auf Zölle

An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke aktuell nur bedingt wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von knapp 14 Prozent und schloss am Dienstag bei 794,80 Euro. Der Kurs notiert damit spürbar unter der 50-Tage-Linie von 842,03 Euro. Ein Grund für die Zurückhaltung der Investoren ist die sportliche Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 40 ist das Papier im Vergleich zum S&P-500-Durchschnitt von 24 historisch teuer.

Parallel dazu belasten makroökonomische Faktoren. Mögliche Zölle der Trump-Administration auf Pharmaprodukte sorgen für Unsicherheit. Lilly positionierte sich bereits öffentlich gegen solche Maßnahmen, da sie Kosten treiben und die amerikanische Führungsrolle gefährden würden.

Am 30. April präsentiert Eli Lilly die Zahlen für das erste Quartal 2026. Der Markt wird dabei genau auf die Nachfrageentwicklung bei Zepbound und Mounjaro sowie auf Fortschritte beim Ausbau der Produktionskapazitäten achten. Wenige Tage später, am 4. Mai, folgt die Hauptversammlung. Mit dem CrossBridge-Deal macht das Management im Vorfeld klar: Die Pipeline-Expansion geht auch in einem volatilen Marktumfeld ungebremst weiter.

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