Eli Lilly Aktie: Orforglipron schlägt Novo Nordisk
Neue Studiendaten belegen die Überlegenheit von Eli Lillys Abnehmtablette gegenüber Novo Nordisks Konkurrenzprodukt. Der Aktienkurs klettert in Richtung Allzeithoch.

- Klinische Studie belegt Wirkungsvorteil
- Umsatzsprung um über 55 Prozent
- Prognose auf bis zu 85 Milliarden angehoben
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
Eli Lilly zieht im Milliardenmarkt für Abnehmmittel weiter davon. Neue Studiendaten belegen die Überlegenheit der eigenen GLP-1-Tablette gegenüber dem Konkurrenzprodukt von Novo Nordisk. Das treibt den Aktienkurs in die Nähe des Allzeithochs.
Überlegenheit in klinischer Studie
In einer direkten Vergleichsstudie trat Eli Lillys Wirkstoff Orforglipron gegen das Präparat von Novo Nordisk an. Die Ergebnisse der Phase-3-Studie fallen deutlich aus. Patienten mit Diabetes senkten ihren Langzeitblutzucker um 2,2 Prozent. Die Kontrollgruppe mit dem Konkurrenzmittel erreichte nur 1,4 Prozent.
Auch beim Gewichtverlust punktet das Mittel von Eli Lilly. Probanden verloren durchschnittlich 9,2 Prozent ihres Körpergewichts. Bei der Konkurrenz waren es lediglich 5,3 Prozent. Ein entscheidender Vorteil im Alltag: Patienten können die neue Tablette ohne lästige Nüchternheitsregeln einnehmen.
Umsatzsprung und Prognoseanhebung
Während Novo Nordisk aktuell Tausende Stellen streicht, wächst Eli Lilly rasant. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um über 55 Prozent auf 19,8 Milliarden US-Dollar. Treiber sind die bekannten Injektionspräparate Mounjaro und Zepbound.
Deren Verkäufe stiegen im Jahresvergleich massiv an. Das Management reagiert auf diese starke Nachfrage. Der Vorstand hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf bis zu 85 Milliarden US-Dollar an. Um dieses Wachstum zu stemmen, flossen seit 2020 über 50 Milliarden US-Dollar in US-Produktionsanlagen.
Aktie nahe am Rekordhoch
Die operative Stärke spiegelt sich im Aktienkurs wider. Am Donnerstag schloss das Papier bei 1.004,20 Euro. Damit notiert der Titel nur knapp unter seinem kürzlich erreichten 52-Wochen-Hoch. Auf Monatssicht steht ein Plus von 15,76 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Relative-Stärke-Index liegt derzeit bei 70. Das signalisiert einen überkauften Zustand. Passend dazu nahm ein Top-Manager Gewinne mit. Vizepräsident Ilya Yuffa verkaufte diese Woche 2.500 Aktien zu je 1.150,77 US-Dollar. Dieser Schritt erfolgte im Rahmen eines langfristigen Handelsplans.
Neue Einsatzgebiete im Visier
In den kommenden Wochen beantragt Eli Lilly weitere Zulassungen für die GLP-1-Tablette. Der Konzern testet den Wirkstoff bereits für neue Einsatzgebiete. Laufende Studien prüfen die Wirksamkeit bei schweren Depressionen und Schlafapnoe. Erweitert das Unternehmen diese Felder erfolgreich, zementiert dies die Marktführerschaft bis zum Ende des Jahrzehnts.
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