Eli Lilly Aktie: Prognose klar angehoben

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 39 Prozent; höhere Sonderaufwendungen begrenzten den Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsumsatz steigt auf 24,4 Milliarden Dollar
  • Mounjaro und Zepbound treiben das Wachstum
  • 2026-Umsatzziel auf 91 bis 92 Milliarden angehoben
  • Zukaufskosten belasten bereinigten Gewinn je Aktie

Eli Lilly übertrifft die eigenen Erwartungen und schraubt die Umsatzprognose für 2026 deutlich nach oben. Treiber sind erneut Mounjaro und Zepbound. Beim Gewinn je Aktie bremsen allerdings hohe Sonderlasten aus Zukäufen.

Umsatz wächst um 39 Prozent

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 39 Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar. Das Mengenwachstum von 53 Prozent überkompensierte einen Preisrückgang von 15 Prozent.

Mounjaro legte um 65 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar zu, Zepbound um 49 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Außerhalb der USA drückte die Aufnahme von Mounjaro in die chinesische Erstattungsliste die Preise, steigerte aber das Volumen.

Rund 900 Millionen Dollar des Umsatzes stammen aus Einmaleffekten. Dazu zählen Jardiance-Meilensteine von 410 Millionen Dollar, weitere Zahlungen stehen nicht mehr aus. Hinzu kommen günstige Anpassungen bei Rabattschätzungen.

Die neue Abnehmpille Foundayo, die im April an den Markt kam, erlöste 184 Millionen Dollar. Analysten hatten rund 229 Millionen Dollar erwartet. Die Produkte in Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften verdoppelten ihren Umsatz.

Gewinn belastet durch Zukäufe

Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg nur um 7 Prozent auf 7,48 Dollar. Grund sind Aufwendungen für erworbene Forschungsprojekte von 4,57 Dollar je Aktie, vor allem durch die Übernahmen von AtaiBeckley und Curevo. Im Vorjahresquartal waren es 0,71 Dollar. Nach dem Quartalsende folgte der Kauf von Merida Biosciences für Autoimmun- und Allergieleiden.

Die Umsatzprognose für 2026 liegt nun bei 91 bis 92 Milliarden Dollar, zuvor waren es 85 bis 87 Milliarden. Die operative Marge soll bei 52,0 bis 52,5 Prozent liegen.

Den bereinigten Gewinn je Aktie sieht der Konzern bei 35,00 bis 36,00 Dollar, das ist etwas weniger als zuvor. Ohne die Sonderlast hätte die Spanne um gut vier Dollar steigen müssen.

Pipeline und Branchenumfeld

Regulatorisch lief es rund. Die FDA genehmigte Mounjaro zur Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos bei Typ-2-Diabetes sowie das wöchentliche Basalinsulin Onswik. Hinzu kamen Zulassungen für Inluriyo und eine erweiterte Indikation für Jaypirca. Retatrutide schnitt in einer direkten Phase-3-Studie gegen Ozempic besser ab, für EloraTZP starten Phase-3-Studien im vierten Quartal.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Gesundheitswerte haben seit Ende April kräftig zugelegt, der frühere Bewertungsabschlag zum S&P 500 ist verschwunden. Nach dem verhaltenen Echo auf die Zahlen von Johnson & Johnson galt Lilly als zweites Zugpferd des Sektors. Mit der Prognoseerhöhung liefert der Konzern genau jene Bestätigung, die Marktbeobachter für die Fortsetzung der Sektor-Rally nennen.

Operativ setzt Lilly den Ausbau fort: Neue Werke in Texas und Virginia sind Teil von zehn US-Standorten, die seit 2020 angekündigt wurden. Die Dividende stieg im Quartal um 15 Prozent auf 1,73 Dollar je Aktie.

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