Eli Lilly Aktie: Strategischer Fortschritt!

Eli Lilly verzeichnet starke Umsatzsteigerungen und positive Forschungsergebnisse, während ein milliardenschwerer Zukauf und ein umfangreicher Lageraufbau die Diversifizierung vorantreiben.

Die Kernpunkte:
  • Überraschend hohe Erfolgsquote in klinischen Studien
  • Zukauf von Orna Therapeutics für 2,4 Milliarden Dollar
  • 1,5 Milliarden Dollar Vorratslager für Abnehmpille
  • Starker Umsatzanstieg und optimistischer Ausblick

Eli Lilly liefert in der Forschung ungewöhnlich viele Treffer – und versucht zugleich, sich Schritt für Schritt unabhängiger vom boomenden Abnehmgeschäft zu machen. Dazu passen sowohl Fortschritte in mehreren Therapiegebieten als auch ein neuer Zukauf im Zukunftsfeld Zell- und Gentherapie. Doch wie robust ist das Wachstum, wenn der Wettbewerb bei Gewichtsverlust-Medikamenten härter wird?

  • 2025 gelangen laut Management „positive Ergebnisse bei nahezu allen“ wichtigen F&E-Meilensteinen
  • Übernahme von Orna Therapeutics für 2,4 Mrd. US-Dollar
  • 1,5 Mrd. US-Dollar Vorab-Lagerbestand für die orale Abnehmpille Orforglipron
  • Q4-Umsatz 2025: 19,3 Mrd. US-Dollar (+43%); Ausblick 2026: 80–83 Mrd. US-Dollar Umsatz

Klinische Studien laufen auffällig rund

Laut einem Bericht von The Motley Fool von gestern sagte Forschungs- und Medizinchef Daniel Skovronsky, Eli Lilly habe 2025 „bei nahezu allen“ wichtigen F&E-Ereignissen positive Resultate erzielt – ein in der Branche seltenes Gesamtbild. Zum Vergleich: In der Pharmaindustrie liegen die Erfolgsquoten typischerweise bei rund 50% in Phase 2 und etwa 59% in Phase 3.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?

Die Fortschritte betreffen nicht nur Diabetes und Gewichtsreduktion. Das Onkologie-Medikament Jaypirca kam in Phase-3-Studien voran. Außerdem zeigte die Alzheimer-Therapie Kisunla langfristig positive Ergebnisse bei der Verlangsamung des kognitiven Abbaus.

Orna-Deal für 2,4 Milliarden Dollar

Vor einer Woche kündigte Eli Lilly laut Investor-Relations-Mitteilung die Übernahme von Orna Therapeutics für 2,4 Mrd. US-Dollar an. Mit dem Deal will der Konzern in sogenannte In-vivo-Zell- und Gentherapien einsteigen, mit Fokus auf B-Zell-getriebene Autoimmunerkrankungen.

PharmaVoice berichtete vor wenigen Tagen, Orna setze auf „circular RNA“, um genetisches Material stabiler zu machen. Teil der Übernahme ist demnach ein „studienfertiger“ Leitkandidat namens ORN-252, der gegen Autoimmunerkrankungen wie Lupus, rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose entwickelt wird.

Der Schritt passt auch in ein größeres Muster: Bristol Myers Squibb, AbbVie, Gilead Sciences und AstraZeneca haben innerhalb des vergangenen Jahres ebenfalls in „off-the-shelf“-Zelltherapien investiert, um die Skalierungsprobleme klassischer autologer CAR-T-Ansätze zu umgehen.

Orforglipron: Lageraufbau vor FDA-Entscheid

Reuters meldete vor wenigen Tagen, Eli Lilly habe bereits Vorab-Lagerbestände im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar für Orforglipron aufgebaut, eine experimentelle orale Abnehmpille. Das ist deutlich mehr als der 2025 genannte Bestand von 550 Mio. US-Dollar.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA soll im April über Orforglipron entscheiden. Zusätzlich verfügt das Präparat über einen Fast-Track-„Voucher“, der die Prüfzeit gegenüber den üblichen 10 bis 12 Monaten für neue Medikamente spürbar verkürzen kann.

Im Wettbewerb bleibt der Druck hoch: Novo Nordisk hat Anfang dieses Jahres in den USA eine einmal täglich einzunehmende Abnehmpille auf den Markt gebracht. Eli Lilly setzt dem eine breitere Wachstumsstory entgegen – unter anderem über Zukäufe und die Pipeline jenseits der GLP-1-Franchise.

Beim Blick auf die Zahlen unterstreicht das Unternehmen die Dynamik: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz auf 19,3 Mrd. US-Dollar (+43%). Mounjaro setzte weltweit 7,4 Mrd. US-Dollar um (+110%), Zepbound in den USA 4,2 Mrd. US-Dollar (+122%). Der Gewinn je Aktie lag bei 7,39 US-Dollar (berichteter Wert) beziehungsweise 7,54 US-Dollar (Non-GAAP). Für 2026 peilt der Konzern 80 bis 83 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie ein Non-GAAP-EPS von 33,50 bis 35,00 US-Dollar an; die nächste harte Wegmarke wird die FDA-Entscheidung zu Orforglipron im April.

Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Eli Lilly