Eli Lilly Aktie: Trauriges Kapitel?

Die US-Arzneimittelbehörde verlängert die Prüfung von Eli Lillys Hoffnungsträger Orforglipron. Der Konkurrent Novo Nordisk startet derweil erfolgreich mit einer eigenen oralen Therapie.

Die Kernpunkte:
  • FDA verlängert Prüfung für Adipositas-Tablette Orforglipron
  • Konkurrent Novo Nordisk mit starkem Start eigener Pille
  • Analysten bestätigen positives Rating trotz Rückschlag
  • Milliarden-Partnerschaft mit Nvidia für KI-Forschung

Für Eli Lilly könnte der Start in die neue Handelswoche ungemütlich werden. Während die Aktie am Freitag noch stabil schloss, sorgen Berichte über eine Verzögerung bei der Zulassung des Hoffnungsträgers Orforglipron für Unruhe. Ausgerechnet jetzt feiert der Erzrivale Novo Nordisk Erfolge mit seiner eigenen Abnehmpille – Anleger müssen sich nun bis April auf eine Entscheidung der US-Behörden gedulden.

Wettlauf gegen Novo Nordisk

Die Nachricht der US-Gesundheitsbehörde FDA trifft den Pharmariesen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Statt der erhofften schnellen Entscheidung wurde die Prüfungsfrist für die orale Adipositas-Tablette Orforglipron verlängert. Diese Verzögerung birgt Risiken für die Pipeline, die essenziell ist, um die hohe Bewertung des Unternehmens zu rechtfertigen.

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Besonders schwer wiegt der Zeitverlust im direkten Vergleich mit der Konkurrenz. Daten vom Wochenende zeigen, dass Novo Nordisks orale Version von Wegovy einen starken Marktstart hinlegte: Mit über 3.000 Verschreibungen in der ersten Woche übertraf das Produkt den Start von Lillys Injektionsmittel Zepbound deutlich. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass der dänische Rivale das lukrative Segment der oralen Medikamente derzeit schneller besetzt.

KI-Partnerschaft und Analysten-Lob

Trotz des regulatorischen Gegenwinds bleibt das institutionelle Vertrauen intakt. BMO Capital Markets bestätigte in dieser Woche das “Outperform”-Rating mit einem Kursziel von 1.200 US-Dollar. Die Analysten sehen in Eli Lilly weiterhin einen strukturellen Marktführer im Stoffwechsel-Bereich und verweisen auf die Tiefe des Portfolios.

Um solche Entwicklungszyklen künftig zu verkürzen, investiert der Konzern massiv in Technologie. Eine frisch bestätigte Partnerschaft mit dem Chip-Giganten Nvidia im Wert von einer Milliarde US-Dollar zielt darauf ab, mittels künstlicher Intelligenz die Wirkstoffforschung zu beschleunigen. Dieser strategische Schritt soll helfen, Engpässe in der Pipeline langfristig zu minimieren.

Blick auf die Zahlen

Kurzfristig richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf die psychologisch wichtige Marke von 1.000 US-Dollar, die der Kurs zuletzt erfolgreich verteidigen konnte. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird nun der 11. Februar 2026 sein: Bei der Vorlage der Quartalszahlen dürfte das Management konkrete Details zum neuen Zeitplan für Orforglipron liefern und den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr präzisieren.

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