Eli Lilly Aktie: Veränderungen voraus?

Der Pharmariese verzeichnet nach starkem Kursanstieg einen Rücksetzer, während Analysten vor hoher Bewertung warnen. Trotzdem erhöhen institutionelle Anleger ihre Positionen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie nach 31 Prozent Rallye korrigiert
  • Bewertung mit KGV über 50 als hoch eingestuft
  • Quartalsumsatz um 54 Prozent gestiegen
  • Institutionelle Investoren stocken Anteile auf

Eli Lilly ist dank seiner Abnehmspritzen Mounjaro und Zepbound in historische Sphären aufgestiegen und hat als erster Gesundheitskonzern überhaupt die Billionen-Dollar-Bewertung geknackt. Doch nach einem fast senkrechten Kursanstieg im November treten Anleger plötzlich auf die Bremse. Ist der jüngste Rücksetzer nur eine gesunde Atempause oder dämmert dem Markt, dass die Bewertung mittlerweile gefährliche Höhen erreicht hat?

Rückschlag am Brückentag

Der Pharma-Gigant musste am Freitag Federn lassen. In einem von geringer Liquidität geprägten Handel nach dem US-Feiertag rutschte das Papier um 2,52 Prozent ab und schloss bei 923,80 Euro. Das Handelsvolumen lag dabei deutlich unter dem Durchschnitt, was die Bewegung etwas relativiert.

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Wichtiger ist jedoch der Kontext: Dieser Tagesverlust erscheint fast vernachlässigbar angesichts der jüngsten Performance. Allein in den letzten 30 Tagen schoss die Aktie um über 31 Prozent nach oben und ließ den breiten Markt weit hinter sich.

Fundamentale Explosion

Treibstoff für diese massive Rallye lieferten die jüngsten Quartalszahlen, die selbst optimistische Analysten überraschten. Der Umsatz explodierte im Jahresvergleich um fast 54 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar.

Der wahre Motor hinter diesem Wachstum sind die Blockbuster-Medikamente gegen Diabetes und Adipositas:
* Mounjaro und Zepbound spielten allein im abgelaufenen Quartal über 10 Milliarden Dollar ein.
* Der Gewinn pro Aktie übertraf die Konsensschätzungen deutlich.
* Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben.

Analysten warnen vor Bewertung

Doch genau dieser Erfolg hat seinen Preis. Während die Wachstumastory intakt ist, bereitet die Geschwindigkeit des Kursanstiegs einigen Experten Kopfzerbrechen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 50 wirkt die Aktie mittlerweile extrem teuer.

Kritische Stimmen wie Len Yaffee von Kassef Capital warnen vor begrenztem Aufwärtspotenzial. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Merck, die deutlich günstiger bewertet sind, preist Eli Lilly bereits sehr viel Perfektion ein. Zudem droht langfristig Konkurrenz durch neue, experimentelle Wirkstoffe anderer Pharma-Riesen. Auch charttechnisch blinkten zuletzt die Warnlampen: Der Indikator für die relative Stärke (RSI) signalisierte einen “überkauften” Zustand, was den aktuellen Rücksetzer als technische Gegenreaktion erklärt.

Profis greifen zu

Trotz der Bewertungsorgen und der überhitzten Situation positionieren sich die “Big Boys” weiterhin auf der Käuferseite. Daten zeigen, dass institutionelle Schwergewichte wie der norwegische Staatsfonds ihre Anteile zuletzt massiv aufgestockt haben. Offenbar setzen Großanleger darauf, dass die marktbeherrschende Stellung bei Abnehm-Präparaten die sportliche Bewertung auch in Zukunft rechtfertigt.

Die Aktie bleibt somit ein zweischneidiges Schwert. Zwar stimmen die fundamentalen Daten, doch der Markt hat bereits extrem viel Zukunftsmusik eingepreist. Anleger müssen nun abwägen, ob die aktuelle Korrektur eine Einstiegschance bietet oder der Beginn einer längeren Konsolidierung ist.

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