Elmos Semiconductor hält sich wacker

Der Halbleiterspezialist Elmos Semiconductor bestätigte heute die Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres. In den letzten Wochen verspürte der Konzern ein sich schwierig entwickelndes Marktumfeld was dazu führte, dass man Ende Oktober die Erwartungen für das Gesamtjahr reduzierte.

 

© Elmos Semiconductor
© Elmos Semiconductor

Der Umsatz im 3. Quartal blieb mit 54,6 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals mit 54,7 Mio. Euro. Bedingt durch den starken Dollar entwickelte sich das Bruttoergebnis nach 25 Mio. Euro im Vorjahresquartal mit aktuell 22,5 Mio. Euro rückläufig. Entsprechend sank auch die Bruttomarge von zuvor 45,7% auf 41,3%.

 

Elmos mit Gewinnsteigerung

Das EBIT erreichte u. a. bedingt durch Sondereffekte ein deutliches Wachstum von 16,5% auf 7,1 Mio. Euro. Die EBIT-Marge stieg von 11,1% auf 12,9%. Unter dem Strich stand ein Konzernüberschuss von 4,7 Mio. Euro, ein Plus von 19,3%. Der unverwässerte Gewinn je Aktie erreichte nach 0,20 Euro im Vorjahresquartal 0,24 Euro. Beim operativen Cashflow verzeichnete Elmos einen Anstieg von zuvor 14,1 Mio. Euro auf 15,6 Mio. Euro.

Bezogen auf die ersten 9 Monate dieses Geschäftsjahres stieg der Umsatz um 5,3% auf 164,3 Mio. Euro. Die Bruttomarge war leicht rückläufig und sank auf 41,6% nach 43% im Vorjahreszeitraum. Beim EBIT gab es einen Anstieg um 21,9% auf 17,5 Mio. Euro. Damit lag der Konzernüberschuss bei 11,8 Mio. Euro nach 12 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

 

Vorstand hält an gesenkter Prognose fest

Nach Anpassung der Prognose für dieses Geschäftsjahr im Oktober geht Elmos nunmehr davon aus, ein Umsatzwachstum von rund 4% erreichen zu können. Zuvor war ein Wachstum von 5 bis 9% in der Planung. Die EBIT-Marge soll in etwa auf dem Niveau des Vorjahres mit 10,8% liegen.

Unverändert blieb das Ziel, einen positiven bereinigten Free Cashflow ausweisen zu können. Die Investitionen sollen weniger als 15% um Umsatz betragen, jeweils ohne Einmaleffekt aus vorzeitig beendeten Leasingverträgen.

 

Anleger scheinen verunsichert

Der Blick auf den Chart zeigt unverblümt, dass die gesamten Gewinne des letzten Jahres wieder vollständig einkassiert wurden. Mit einem Kursniveau um die 13,50 Euro liegt die Aktie wieder auf dem Niveau von vor einem Jahr. Mitte November des letzten Jahres startete ein Aufwärtstrend, der bis Anfang Juni dieses Jahres anhielt und bei einem Kurs von 20,19 Euro zum Stillstand kam.

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Seitdem kennt die Aktie nur eine Richtung, nach unten. Ende September wurde damit ein neuer Tiefkurs bei 12,76 Euro erreicht, womit der Boden wohl vorerst gefunden wurde. Zwar schaffte es der Wert in der Folge wieder auf mehr als 15 Euro, dies jedoch nur kurzzeitig, was in Zusammenhang mit der gesenkten Prognose für dieses Geschäftsjahr stand.

Auch heute fiel die Reaktion auf die bestätigen Zahlen bisher eher durchwachsen aus, kleinere Verluste mussten wieder verbucht werden. Investierte Anleger sollten den Wert in ihrem Depot behalten, jedoch eine entsprechende Absicherung in Erwägung ziehen.

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