ElringKlinger mit Großauftrag – Aktie in Rebound-Laune

Diese Nachricht macht Hoffnung. Der Automobilzulieferer ElringKlinger vermeldete einen neuen Großauftrag. Für einen japanischen Automobilhersteller soll der Konzern Leichtbau-Abschirmsysteme in einem Volumen von jährlich rund 10 Mio. Dollar liefern.

 

© ElringKlinger
© ElringKlinger

Begonnen werden soll mit der Serienlieferung im Jahr 2017. Bis dahin ist zwar noch eine Weile Zeit, aber die Charttechnik kann heute schon davon profitieren, zumal dies auch bitter nötig ist.

 

Jahresauftakt mit Gewinnwarnung

Ende April schockte ElringKlinger den Markt mit einer Gewinnwarnung. Neben einer Belastung durch den starken Schweizer Franken, belasteten auch Aufwendungen für Sonderschichten und andere Aufwendungen das Ergebnis.

Unter dem Strich konnte das Unternehmen nach dem 1. Quartal ein Ergebnis von 28,2 Mio. Euro ausweisen, was gleichzeitig über dem Ergebnis des Vorjahresquartals lag. Positiv wirkten hier u. a. die zusätzlichen Einnahmen aus der übernommenen M&W Manufacturing.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erreichte 35,4 Mio. Euro und lag damit deutlich niedriger als ein Jahr zuvor, wo noch 42,1 Mio. Euro erzielt worden waren. Der Umsatz zog dagegen um 144,6% auf 371,4 Mio. Euro an. Beim Auftragseingang konnte ElringKlinger einen Zuwachs um 25% auf 414 Mio. Euro verbuchen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern von rund 165 Mio. Euro. Zuvor ging man von 170 bis 180 Mio. Euro aus.

 

Joint Venture macht sich für ElringKlinger bezahlt

Der jetzige Großauftrag aus Japan sorgt für neue Perspektiven. Die von dem Unternehmen zu liefernden Abschirmsysteme werden in Leichtbauweise gefertigt und sollen für die nächste Motorengeneration des japanischen Automobilherstellers für den Abgaskrümmer eingesetzt werden. Ziel dieses Systems ist es, dadurch die für die Funktion des Katalysators erforderliche Temperatur im Abgasstrang zu erreichen. Gleichzeitig werden durch dieses System Schall und Schwingungen von Anbaugruppen absorbiert.

Mittlerweile liegt der Umsatz des Geschäftsbereiches Abschirmtechnik bei 26% der gesamten Gruppe. Gefertigt werden die Teile direkt vor Ort im Raum Tokio. Hier gründete ElringKlinger bereits 2004 ein Joint Venture. Für die ElringKlinger Marusan Corporation übt der Konzern seit 2013 auch die vollständige wirtschaftliche Kontrolle aus.

 

Hat die Aktie ihren Boden gefunden?

Anfang Februar begann für die Aktie von ElringKlinger ein Abwärtstrend, der sich kontinuierlich fortsetzte. Erst vor gut einer Woche wurde fast auf dem Niveau des alten Jahrestiefs ein Boden gefunden.

Seither ging es in kleinen Schritten wieder etwas aufwärts. Dennoch liegt der Kurs damit weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Dabei sehen Analysten die Zukunft des Unternehmens durchaus nicht schwarz.

150721 ElringKlinger

Die Experten von Hauck & Aufhäuser beließen in einer erst kürzlich gemachten Analyse ihre Empfehlung für den Kauf der Aktien mit einem Kursziel von 28 Euro. Nach Meinung dieser sollte ElringKlinger von der starken Absatzentwicklung in der Europäischen Union profitieren und durch die eigenen Produktneuheiten im Bereich der „grünen Mobilität“ sogar stärker wachsen als der weltweite Automarkt.

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