Enel: 6 Milliarden EBITDA im Q1
Enel übertrifft mit stabilem Quartalsergebnis die Erwartungen und hält an den Jahreszielen fest. Investitionen von 53 Milliarden Euro geplant.

- EBITDA steigt um 3,6 Prozent
- Gewinn je Aktie bei 0,20 Euro
- 53 Milliarden für Netzausbau bis 2028
- Restdividende von 0,26 Euro im Juli
Enel trotzt den schwankenden Märkten mit stabilen Zuwächsen. Während das Italien-Geschäft leicht schwächelt, fangen Spanien und Lateinamerika die Lücken auf. Der Versorger hält damit Kurs auf seine ehrgeizigen Jahresziele.
Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Quartal um 3,6 Prozent auf sechs Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Konzerngewinn von 1,94 Milliarden Euro. Damit liegt der Versorger voll auf Kurs für seine gesteckten Ziele.
Das Ergebnis je Aktie erreichte 0,20 Euro. Das entspricht bereits rund 27 Prozent der für das Gesamtjahr angestrebten Marke. Das Management bekräftigte in diesem Zuge seine Wachstumsambitionen für den laufenden Strategiezyklus.
Investitionen in Kernmärkte und Netze
Regional zeigte sich ein gemischtes Bild. Während die Margen in Italien unter Druck gerieten, sorgten die Geschäfte in Spanien und Lateinamerika für den nötigen Ausgleich. Im Rahmen des aktuellen Strategieplans fließen bis 2028 insgesamt 53 Milliarden Euro in die Modernisierung der Netze.
Die Aktionäre partizipieren direkt an der stabilen Lage. Im Juli steht die Auszahlung der restlichen Dividende von 0,26 Euro je Aktie an. Damit summiert sich die Ausschüttung für das Jahr auf 0,49 Euro. Hinzu kommt das im März beendete Rückkaufprogramm, bei dem Enel eigene Anteile für fast eine Milliarde Euro erwarb.
An der Börse wird die Entwicklung differenziert bewertet. Die Aktie steht aktuell bei 9,60 Euro. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein deutliches Plus, doch die Kursziele der Banken reichen von vorsichtigen 8,00 Euro bei RBC bis zu optimistischen 10,60 Euro von Jefferies.
Die strategische Priorität liegt nun auf den Kernmärkten in Europa und Amerika. Fast die Hälfte der Investitionen für grüne Energie ist für europäische Projekte reserviert, wobei regulierte Auktionen und das Repowering bestehender Anlagen im Mittelpunkt stehen.
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