Energiekontor Aktie: Millionen-Deal besiegelt
Der Bremer Projektierer Energiekontor hat zwei Windparks mit 93 Megawatt an den österreichischen Versorger illwerke vkw veräußert. Die Einnahmen fließen jedoch erst 2027, während die Aktie trotz operativer Stärke schwächelt.

- Verkauf zweier Windparks mit 93 Megawatt
- Ertragsrealisierung erst in zwei Jahren
- Solide operative Pipeline mit 11,2 Gigawatt
- Aktienkurs trotz positiver Analystenbewertung schwach
Energiekontor hat einen weiteren Windpark-Verkauf perfekt gemacht. Der Bremer SDAX-Konzern übergibt zwei Projekte mit 93 Megawatt an den österreichischen Energieversorger illwerke vkw – der siebte Deal im Geschäftsjahr 2025. Doch die Erträge fließen erst in zwei Jahren. Reicht das operative Momentum, um die schwache Kursentwicklung zu stoppen?
Die Details des Verkaufs
Der Deal umfasst zwei Windparks im niedersächsischen Landkreis Verden:
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- Haberloh: 79 Megawatt Nennleistung
- Heidkrug: 14 Megawatt Nennleistung
- Technik: 13 Vestas-Turbinen vom Typ V162-7.2, Nabenhöhe 169 Meter
- Jahresertrag: 220 Gigawattstunden – genug für über 66.000 Haushalte
- CO₂-Einsparung: 160.000 Tonnen pro Jahr
Die schlüsselfertigen Parks gehen Ende 2027 in Betrieb. Die Ertragsrealisierung erfolgt damit zeitversetzt in den Geschäftsjahren 2027/2028. Beide Projekte profitieren von der EEG-Einspeisevergütung aus der Mai-Ausschreibung 2025.
Zweiter Deal mit demselben Partner
Für illwerke vkw ist es bereits der zweite Windpark-Kauf bei Energiekontor. 2021 hatte der österreichische Versorger den Windpark Völkersen mit elf Megawatt erworben. Mit den neuen Projekten wächst der Standort auf 104 Megawatt Gesamtleistung. Illwerke vkw verfolgt das Ziel, bis 2040 die Stromproduktion aus Wind und Solar auf 1.000 Gigawattstunden zu steigern – die Energiekontor-Parks liefern dafür einen wichtigen Baustein.
Operative Stärke, verhaltener Kurs
Das Geschäftsjahr 2025 verlief operativ erfolgreich: Neben sieben Projektverkäufen erreichte Energiekontor 14 Financial Closes für Projekte mit 350 Megawatt Gesamtleistung. Das Ergebnis vor Steuern soll laut Dezember-Prognose zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen.
Parallel läuft das im Juli 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm. Zwischen dem 12. und 16. Januar 2026 erwarb das Unternehmen weitere 1.400 Aktien zu durchschnittlich 36,50 Euro. Seit Programmstart wurden insgesamt 31.044 Aktien zurückgekauft.
Anfang Januar nahm die DZ Bank die Coverage auf und setzte den Fair Value bei 49 Euro an – ein deutlicher Aufschlag zum aktuellen Niveau um 37 Euro.
Die Diskrepanz zwischen Pipeline und Performance
Trotz solider Projektfortschritte bleibt die langfristige Kursentwicklung ernüchternd. Über drei Jahre verloren Aktionäre rund 53 Prozent. Das Ergebnis je Aktie sank in diesem Zeitraum um durchschnittlich 3,1 Prozent jährlich – der Kurs brach jedoch um 21 Prozent pro Jahr ein.
Die operative Basis wirkt robust: Energiekontor verfügt über eine Projektpipeline von 11,2 Gigawatt (ohne US-Rechte) und betreibt 40 Wind- und Solarparks mit rund 450 Megawatt im Eigenbestand. Weitere 200 Megawatt befinden sich im Bau. Seit Gründung realisierte das Unternehmen über 170 Parks mit 1,5 Gigawatt Gesamtleistung – ein Investitionsvolumen von mehr als 2,3 Milliarden Euro.
Der aktuelle Windpark-Deal zeigt: Energiekontor kann langfristige Abnehmerbeziehungen aufbauen und die Pipeline systematisch abarbeiten. Die Ertragsrealisierung erfolgt allerdings zeitversetzt. Ob die operative Dynamik ausreicht, um das Sentiment nachhaltig zu drehen, hängt davon ab, ob weitere Verkäufe und Financial Closes folgen – und wie schnell sie in den Zahlen sichtbar werden.
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