Energiewende trägt Früchte – Neue Chancen für Anleger

Die Energiebranche befindet sich seit Jahren im Umbruch. Für die Energieunternehmen bedeutet das aktuell ein Trilemma zwischen der Sicherheit der Versorgung, Bezahlbarkeit der Energie und der Nachhaltigkeit. Das Augenmerk ist dabei besonders auf die Nachhaltigkeit gerichtet. Die Energiewende wird mit allen Mitteln vorangetrieben. Und das trägt langsam Früchte.

 

© lassedesignen - fotolia.com
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Im Jahr 2000 lag der Anteil des verbrauchten Stroms, der aus der Branche der erneuerbaren Energien kam, bei 6%. 2014 lag der Bruttostromverbrauch erneuerbarer Energieträger schon bei rund 28%.

 

Halbjahresbilanz Deutschland: Der Ausbau geht weiter

Die aktuelle Bilanz des BEE (Bundesverband Erneuerbare Energien) ergab einen Anteil von rund 33% für das erste Halbjahr 2015. Bis 2025 will die Bundesregierung den Anteil auf 40-45% steigern. Zum gesamten Endenergieverbrauch in den Monaten Januar bis Juni 2015 trugen die Erneuerbaren gut 14% bei. Der europäische Durchschnitt entspricht 15%.

Besonders gut wächst der Bereich der Windenergie. Rund 40% des grünen Stroms kommen aus der Windbranche. Der Grund für den Erfolg liegt in den günstigen Windverhältnissen, dem starken Ausbau der Windanlagen an Land, der Weichenstellung der Politik und der guten Mitarbeit der meisten Bundesländer.

Platz zwei im alternativen Energiemix macht die Biomasse mit einem Anteil im ersten Halbjahr 2015 von rund 25% aus und auf Platz drei befindet sich die Solarenergie mit einem Anteil von rund 20%. Beide Branchen gelten aktuell als Sorgenkinder, denn das Wachstum ist stark rückläufig.

 

Regierungsziele der Energiewende durchaus realistisch

Die Ziele der Politik sind klar gesetzt: Bis 2020 will die Bundesregierung einen Anteil von 18% erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch erzielen. Was den Bruttostromverbrauch betrifft, so sollen gemäß den Plänen bis 2035 bis zu 60% des Stroms aus Anlagen erneuerbarer Energien kommen. Und bis 2050 soll der Anteil sogar auf 80% gesteigert werden.

 

Wie sieht es mit Erneuerbare Energien weltweit aus?

Laut dem Global Status Report 2015 des Erneuerbaren-Netzwerks REN21 ist die Öko-Stromleistung im vergangenen Jahr stärker gewachsen als die fossile und atomare zusammen. Weltweit wurden 135 Gigawatt zugebaut. Das ist eine Steigerung von 8,5% im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtleistung der regenerativen Kraftwerke stieg damit zum ersten Mal über die Marke von 1700 Gigawatt auf 1712 Gigawatt an.

 

CO2-Entwicklung ausgebremst

Das mag daran liegen, dass die Investitionen in die Öko-Stromerzeugung doppelt so hoch waren wie bei den fossilen Kraftwerken. Der Ausbau und die Entwicklung der erneuerbaren Energien macht sich bereits deutlich bemerkbar: Obwohl der globale Energieverbrauch um 1,5% zulegte, sind die CO2-Emissionen nicht gestiegen. Zum ersten Mal seit 40 Jahren blieb die CO2-Emission konstant, obwohl die Weltwirtschaft gewachsen ist.

 

Grüne Aktien gehören wieder ins Depot

Aktien von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben schwierige Zeiten hinter sich. Vor allem die Windbranche konnte sich von den Turbulenzen der letzten Jahre gut erholen. Viele Unternehmen können sich vor Aufträgen kaum retten und die Aktien zeigen viel Potenzial.

Wie es in den einzelnen Sektoren der Erneuerbaren Energieträger aussieht, haben wir in weiterführenden Analysen aufbereitet.

 

Hier geht es zur Analyse der Windenergie-Branche...

 

Hier geht es zur Analyse der Solar-Branche...

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