Energy Fuels Aktie: Donald-Projekt erhält Exportlizenz

Energy Fuels integriert ASM, erhält Exportfreigabe für Donald-Konzentrat und meldet 1,7 Millionen Pfund Uranproduktion im ersten Halbjahr 2026.

Die Kernpunkte:
  • ASM-Übernahme erfolgreich abgeschlossen
  • Donald erhält australische Exportgenehmigung
  • NdFeB-Kapazität soll auf 3.600 Tonnen steigen
  • Uranproduktion erreicht 1,7 Millionen Pfund

Energy Fuels hat die Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) erfolgreich vollzogen und damit einen entscheidenden Schritt in der vertikalen Integration seiner Seltenerd-Sparte gemacht.

Parallel dazu wurde am heutigen Dienstag bekannt, dass das australische Donald-Projekt die notwendige Exportlizenz erhalten hat, um Seltenerdkonzentrat zur Weiterverarbeitung in die konzerneigene White Mesa Mill in den USA zu liefern. Damit festigt das Unternehmen seine Position als zentraler Akteur in der westlichen Lieferkette für kritische Mineralien.

Integration der Produktion und Ausbau der Kapazitäten

Mit dem gestrigen Abschluss der ASM-Übernahme übernimmt Energy Fuels die Kontrolle über die Korean Metals Plant. Diese Anlage produziert derzeit jährlich rund 1.300 Tonnen Neodym-Eisen-Bor-Legierungen (NdFeB), die eine Schlüsselkomponente für die Herstellung von Hochleistungsmagneten darstellen.

Das Unternehmen plant bereits eine deutliche Kapazitätserweiterung auf insgesamt 3.600 Tonnen pro Jahr. Diese Menge würde ausreichen, um den Bedarf für die Produktion von mehr als einer Million Elektrofahrzeugen jährlich zu decken.

Die Expansion soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Für Anfang 2027 ist der Abschluss der Übernahme von VAC für ein Volumen von rund 1,9 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Diese Schritte zielen darauf ab, die Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu verringern und eine geschlossene Wertschöpfungskette von der Mine bis zum fertigen Metallprodukt innerhalb befreundeter Staaten zu etablieren.

Strategische Rohstoffsicherung durch Exportlizenz

Ergänzend zur industriellen Verarbeitung in Korea und den USA sicherte sich Energy Fuels heute den Zugriff auf hochwertiges Ausgangsmaterial aus Australien. Das Donald-Projekt von Astron erhielt die Genehmigung für den Export von Seltenerdkonzentrat (REEC) in die USA. Energy Fuels hat eine Vereinbarung über die Abnahme von 100 Prozent dieses Konzentrats getroffen.

Das Material aus dem Donald-Projekt ist aufgrund seiner Zusammensetzung besonders wertvoll: Es enthält laut Berichten 0,4 Prozent Terbiumoxid und 2,7 Prozent Dysprosiumoxid. Diese schweren Seltenen Erden sind für die Temperaturbeständigkeit von Magneten in Elektromotoren unverzichtbar.

Die finale Investitionsentscheidung für die erste Phase des Donald-Projekts wird noch im laufenden dritten Quartal 2026 angestrebt. Die Verarbeitung des Konzentrats wird in der White Mesa Mill in Utah erfolgen, der einzigen voll lizenzierten Anlage dieser Art in den Vereinigten Staaten.

Uran-Produktion und aktuelle Marktlage

Trotz der massiven Expansion im Bereich der Seltenen Erden bleibt die Gewinnung von Uran ein zentraler Pfeiler des Geschäftsmodells. Im ersten Halbjahr 2026 meldete das Unternehmen eine Uranproduktion von 1,7 Millionen Pfund U3O8. Damit liegt Energy Fuels gut im Plan, um das gesteckte Jahresziel von 1,5 bis 2,5 Millionen Pfund zu erreichen. Analysten verweisen in diesem Zusammenhang auf das wachsende Marktdefizit bei Uran, das bis zum Jahr 2030 auf 15 Millionen Pfund ansteigen könnte.

An der Börse spiegelt sich die dynamische Nachrichtenlage am heutigen Dienstag in einer volatilen Kursentwicklung wider. Die Aktie notiert aktuell bei 12,40 € und verzeichnete im Tagesverlauf einen Rückgang von 1,6 Prozent.

Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch von 24,25 € weist das Papier derzeit einen Abstand von 49 Prozent auf. Trotz der kurzfristigen Schwankungen sehen Marktbeobachter in der Kombination aus Uranförderung und der nun vervollständigten Seltenerd-Lieferkette ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber rein sektorspezifischen Wettbewerbern.

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