Engie Aktie: 48 Megawatt Solarstrom für QTS

Engie steigert das EBIT im ersten Halbjahr und setzt den Ergebniskorridor für 2026 herauf, während Nordamerika neue Solarprojekte gewinnt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt um 2,1 Prozent zu
  • Solarvertrag über 48 Megawatt geschlossen
  • Halbjahres-EBIT erreicht 5,3 Milliarden Euro
  • Jahresprognose für 2026 angehoben

Der französische Energieversorger Engie konnte am Freitag im Börsenhandel einen Zuwachs von 2,1 Prozent verbuchen. Das Unternehmen festigt seine Position im Bereich der Erneuerbaren Energien durch neue Projekte in Nordamerika und profitiert von einer soliden operativen Entwicklung im ersten Halbjahr. Dies veranlasste das Management bereits vor wenigen Wochen dazu, die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr nach oben zu korrigieren.

Expansionskurs im Bereich Solarenergie

Engie North America meldete am 18. August einen Erfolg beim Ausbau des Portfolios für saubere Energie. Das Unternehmen schloss einen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) über 48 Megawatt (AC) Solarleistung mit QTS ab.

Der erzeugte Strom soll den Betrieb von Rechenzentren in Irving im US-Bundesstaat Texas unterstützen. Dieser Abschluss ist Teil der Bemühungen von Engie, langfristige Lieferverträge mit Unternehmenskunden zu sichern, die ihren CO2-Fußabdruck reduzieren wollen.

Parallel dazu gab es personelle Veränderungen in der nordamerikanischen Sparte. Seit dem 3. August fungiert Anne-Laure Chassanite als Interim-CEO von Engie North America. Sie übernahm die Leitung von David Carroll, während die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger fortgesetzt wird.

Angehobene Jahresziele nach solidem Halbjahr

Die finanzielle Basis des Konzerns erwies sich in der ersten Jahreshälfte als robust. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, wobei die Erträge aus der Kernenergie hierbei nicht eingerechnet sind. Das wiederkehrende Nettoergebnis belief sich im ersten Halbjahr auf 3 Milliarden Euro und blieb damit stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Aufgrund dieser Zahlen hob das Management die Prognose für das gesamte Jahr 2026 an. Engie erwartet nun ein wiederkehrendes Nettoergebnis in einer Spanne von 4,9 Milliarden bis 5,5 Milliarden Euro. Zuvor lag der Zielkorridor zwischen 4,6 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro.

Für das operative Ergebnis ohne Kernenergie wird nun ein Wert zwischen 9,2 Milliarden und 10,2 Milliarden Euro angestrebt. Das Unternehmen rechnet zudem mit einem niedrigeren effektiven Steuersatz von 18 bis 22 Prozent, was auf die Zusammensetzung der Erträge und Gespräche in Belgien zurückzuführen ist.

Strategische Weichenstellung in Belgien

Ein bedeutender Termin für die langfristige Ausrichtung rückt näher. Bis zum 1. Oktober 2026 streben Engie, Electrabel und der belgische Staat den Abschluss grundlegender Verhandlungen über die Zukunft der Kernkraftaktivitäten an. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits Ende April unterzeichnet. Diese sieht vor, dass der belgische Staat möglicherweise die gesamten Nuklearaktivitäten von Engie und Electrabel übernimmt.

An der Börse notierte das Papier zuletzt bei 24,59 Euro. Trotz der jüngsten Erholung liegt die Aktie damit noch etwa 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die nächsten detaillierten Einblicke in die Geschäftsentwicklung werden für den 5. und 6. November erwartet, wenn Engie die Ergebnisse für die ersten neun Monate des Jahres vorlegen will.

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