Engie Aktie: Britischer Milliarden-Deal
Engie übernimmt UK Power Networks für 15,8 Mrd. Pfund und kündigt eine Kapitalerhöhung an. Der Aktienkurs fiel deutlich, obwohl die Jahresbilanz 2025 und die mittelfristige Prognose positiv ausfielen.

- Übernahme eines britischen Netzbetreibers für 15,8 Mrd. Pfund
- Kapitalerhöhung über drei Milliarden Euro belastet Aktie
- Solides Jahresergebnis 2025 und Dividendenvorschlag
- Mittelfristige Ergebnisprognose deutlich angehoben
Engie schlägt ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte auf und setzt dabei verstärkt auf den britischen Markt. Die Übernahme des Netzbetreibers UK Power Networks für 15,8 Milliarden Pfund ist ein strategischer Meilenstein, der jedoch kurzfristig seinen Preis hat. Anleger reagierten am Freitag mit Verkäufen auf die zeitgleich eingeleitete Kapitalerhöhung über drei Milliarden Euro.
Expansion im regulierten Netzgeschäft
Mit dem Erwerb von 100 Prozent der Anteile an UK Power Networks sichert sich Engie ein riesiges Stromverteilnetz von rund 192.000 Kilometern Länge. Das Unternehmen versorgt etwa 8,5 Millionen Kunden in London sowie im Osten und Südosten Englands. Nach dem für Mitte 2026 erwarteten Abschluss der Transaktion wird das Vereinigte Königreich zum zweitwichtigsten Markt für den Konzern nach dem Heimatmarkt Frankreich.
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Kann die Expansion im stabilen regulierten Netzgeschäft die kurzfristige Belastung durch die Kapitalmaßnahme langfristig ausgleichen? Die Finanzierung des Vorhabens steht jedenfalls auf mehreren Säulen: Neben den neuen Aktien sollen rund fünf Milliarden Euro an neuen Schulden sowie Erlöse aus einem Veräußerungsprogramm in Höhe von vier Milliarden Euro bis 2028 die Bilanz stützen. Die Ratingagentur S&P Global bestätigte das Kreditrating von „BBB+“, was dem Vorhaben eine solide finanzielle Basis bescheinigt.
Solide Zahlen und Dividende
Parallel zur Expansionsnachricht legte Engie die Bilanz für das Jahr 2025 vor. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs auf 71,9 Milliarden Euro erreichte das wiederkehrende Nettoergebnis 4,9 Milliarden Euro und landete damit am oberen Ende der eigenen Prognose. Dies ermöglicht der Konzernführung, den Aktionären eine Dividende von 1,35 Euro je Aktie vorzuschlagen.
Die Kursreaktion am Freitag spiegelte jedoch primär die Sorge vor einer Verwässerung durch die neuen Aktien wider. Das Papier schloss bei 28,40 Euro, was einem Minus von 4,34 Prozent entspricht. Damit rutschte der Titel ein Stück von seinem 52-Wochen-Hoch bei 29,69 Euro ab, das erst am Vortag erreicht worden war. Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert die Aktie seit Jahresbeginn noch immer komfortabel mit über 23 Prozent im Plus.
Angehobene Prognose bis 2028
Das Management blickt optimistisch in die Zukunft und hat die mittelfristigen Ziele infolge der geplanten Integration bereits nach oben korrigiert. Für das Geschäftsjahr 2026 wird nun ein wiederkehrendes Nettoergebnis zwischen 4,6 und 5,2 Milliarden Euro erwartet – ein deutlicher Sprung gegenüber der ursprünglichen Planung. Bis 2028 soll dieser Wert auf bis zu 5,8 Milliarden Euro ansteigen.
Maßgeblich für diesen Optimismus sind die stabilen Beiträge aus dem britischen Netzbetrieb, die das operative Ergebnis (EBIT ohne Kernenergie) antreiben sollen. Die Aktionäre entscheiden am 29. April 2026 auf der Hauptversammlung über den Dividendenvorschlag und die weitere Ausrichtung des Konzerns.
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