Eni Aktie: Libyen-Fund beflügelt

Eni meldet zwei bedeutende Gasentdeckungen vor Libyen, die schnell erschlossen werden können. Gleichzeitig profitiert der Konzern überproportional vom stark gestiegenen Ölpreis.

Die Kernpunkte:
  • Zwei neue Gasfunde nahe bestehender Infrastruktur
  • Produktionskapazität von 130 Millionen Kubikfuß täglich
  • Aktie als starker Hebel auf den Ölpreis
  • Weiteres Aufwärtspotenzial durch Analysten bestätigt

Zwei neue Gasfunde vor der libyschen Küste geben der Eni-Aktie heute frischen Auftrieb. Die Entdeckungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern ohnehin im Aufwind ist.

Produktionsschub aus dem Mittelmeer

Die beiden neuen Bohrungen Bahr Essalam South 2 und South 3 liegen rund 85 Kilometer vor der Küste, gut 16 Kilometer südlich des bereits seit 2005 produzierenden Bahr Essalam-Feldes. Zusammen umfassen die Funde mehr als 1 Billion Kubikfuß Gas. Besonders praktisch: Die räumliche Nähe zur bestehenden Infrastruktur ermöglicht eine schnelle Anbindung. Die tägliche Produktionskapazität wird auf rund 130 Millionen Kubikfuß geschätzt – Mengen, die sowohl den libyschen Inlandsmarkt als auch den Export nach Italien bedienen sollen.

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Starker Hebel auf den Ölpreis

Während die Libyen-Meldung für unmittelbaren Kursauftrieb sorgt, ist das Bild beim Gesamtkonzern noch vielschichtiger. Die Eni-Aktie notiert heute bei 22,30 Euro und hat allein im vergangenen Monat mehr als 20 Prozent zugelegt. Die Analysten der DZ Bank sehen angesichts des gestiegenen Ölpreises, laufender Aktienrückkäufe und eines bevorstehenden Kapitalmarkttags weiteres Aufwärtspotenzial.

Seit Ausbruch des Krieges im Iran ist der Ölpreis um mehr als 50 Prozent gestiegen. Innerhalb der europäischen Energiebranche profitiert Eni davon überproportional – das Geschäftsmodell mit seinem starken Upstream-Anteil wirkt wie ein direkter Hebel auf den Rohstoffpreis. Shell und TotalEnergies setzen dagegen stärker auf LNG-Handel und globale Gasvolumina, Equinor punktet mit besonders niedrigen Förderkosten, und Repsol erwirtschaftet rund ein Drittel seines Gewinns im Kundensegment. Eni hat derzeit die konzentrierteste Förder-Exposition – was in einem steigenden Preisumfeld ein klarer Vorteil ist.

Mit den neuen Libyen-Funden baut der Konzern diese Position weiter aus. Ob der Kapitalmarkttag die nächste Kurskatalysator wird, dürfte die Märkte in den kommenden Wochen beschäftigen.

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