Eni Aktie: Sonderdividende für Aktionäre
Der bereinigte Quartalsüberschuss übertraf die Analystenschätzung; Eni zahlt 1,3 Milliarden Euro extra aus und erhöht den Rückkauf auf 3,8 Milliarden.

- Sonderdividende von 1,3 Milliarden Euro
- Aktienrückkauf auf 3,8 Milliarden Euro erhöht
- Quartalsüberschuss über Analystenschätzung
- Raffineriemargen profitierten von höheren Kraftstoffpreisen
Eni lässt seine Aktionäre an den hohen Ölpreisen teilhaben. Der italienische Konzern legt eine Sonderdividende auf und stockt zugleich den Aktienrückkauf zum wiederholten Mal auf. Auslöser ist ein Quartalsergebnis, das die Erwartungen klar übertraf.
Sonderdividende und größerer Rückkauf
Eni teilte am Freitag in Mailand mit, eine Sonderdividende von insgesamt 1,3 Milliarden Euro an die Anteilseigner auszuschütten. Parallel dazu wächst das Rückkaufprogramm für dieses Jahr von 3,4 auf 3,8 Milliarden Euro. Es ist nicht die erste Aufstockung.
Die Börse reagierte freundlich. Die Aktie legte in Mailand zeitweise 3,44 Prozent auf 27,03 Euro zu.
Gewinn mehr als verdoppelt
Im dritten Quartal erzielte Eni einen bereinigten Überschuss von 2,8 Milliarden Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 2,5 Milliarden Euro gerechnet, die Prognose wurde also deutlich übertroffen.
Iran-Krieg treibt die Margen
Der Hintergrund liegt in der Geopolitik. Der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus haben den Rohölpreis steil nach oben getrieben. Kraftstoffe wie Diesel verteuerten sich dadurch noch stärker als das Rohöl selbst, wovon vor allem die Raffineriemargen profitierten.
Eni nutzte das Umfeld und baute seine Öl- und Gasproduktion aus. Die Branche insgesamt verdient in diesem Jahr kräftig an den hohen Preisen, Eni liefert dafür nun ein besonders anschauliches Beispiel.
Die Mitteilung vom Freitag zeigt, wohin das zusätzliche Geld fließt: Rund 1,3 Milliarden Euro gehen als Sonderausschüttung direkt an die Aktionäre, weitere 3,8 Milliarden Euro sind für den Rückkauf eigener Aktien vorgesehen. Beide Maßnahmen zusammen summieren sich auf gut fünf Milliarden Euro Kapitalrückführung allein in diesem Jahr.
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