Enttäuschung bei Airbus: Das vierte Quartal brachte unerwartet rote Zahlen

Beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus gab es für das Schlussquartal 2016 einen überraschenden Verlust. Damit enttäuscht das Unternehmen ganz klar die Erwartungen des Marktes. Immerhin: Bei Umsatz und operativem Ergebnis konnte man die Prognosen übertreffen.

Das größte Sorgenkind von Airbus bleibt derzeit der Militärtransporter A400M. Die deutlichen Entwicklungsverzögerungen, die Airbus schon seit Jahren Problemen bereiten, haben im vergangenen Jahr dazu geführt, dass das Ergebnis allein aus diesem Programm mit zusätzlichen 2,2 Milliarden Euro belastet worden ist. Allein 1,2 Milliarden Euro davon fielen im vierten Quartal an.

Negative Währungseffekte taten ihr übriges, sodass am Ende statt eines erwarteten Gewinns von 710 Millionen Euro ein Verlust von 816 Millionen Euro in den Büchern stand. Dagegen konnte Airbus beim Umsatz die Schätzungen übertreffen. Hier erreichte der Konzern einen Zuwachs um 11 % auf 23,9 Milliarden Euro, erwartet worden waren 22,8 Milliarden Euro. Gleiches galt auch für den operativen Gewinn. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen erreichte der Flugzeugbauer einen Anstieg um 16 % auf 1,55 Milliarden Euro. Analysten hatten hier beim bereinigten EBIT mit einem Anstieg auf nur 1,343 Milliarden Euro gerechnet.

Für das laufende Jahr rechnet Airbus mit einem weiteren Wachstum beim bereinigten EBIT und auch wieder beim Gewinn je Aktie. Beide Kennzahlen sollen im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen können. Beim Free Cashflow vor Fusionen und Übernahmen rechnet das Unternehmen mit vergleichbaren Werten wie 2016. Für das zurückliegende Jahr wies Airbus hier einen Betrag von 1,16 Milliarden Euro aus.

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