EOS Aktie: Rückgang erkennbar?

Der australische Rüstungskonzern Electro Optic Systems wehrt sich gegen Vorwürfe eines Short-Sellers, die zu einem massiven Kursverfall und einer Handelsaussetzung führten.

Die Kernpunkte:
  • Kritischer Bericht von Grizzly Research löst Kursrutsch aus
  • Vorwürfe betreffen Südkorea-Vertrag und MARSS-Übernahme
  • Handel mit EOS-Aktien bis 10. Februar ausgesetzt
  • Unternehmen eröffnet trotz Krise neues Werk in Singapur

Der australische Rüstungstechnologie-Konzern Electro Optic Systems (EOS) sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Ein kritischer Bericht des Short-Sellers Grizzly Research löste am Freitag einen Kurssturz von 15% bis 16% auf 6,00 AUD aus – noch am selben Tag musste der Handel ausgesetzt werden. Die Aktie hatte im Januar noch über 11,00 AUD notiert.

Im Zentrum der Vorwürfe: Ein angeblicher 80-Millionen-Dollar-Vertrag für Lasersysteme in Südkorea und die kürzlich abgeschlossene MARSS-Übernahme im Wert von bis zu 228 Millionen AUD.

Die Vorwürfe im Detail

Grizzly Research behauptet, der südkoreanische Vertragspartner sei nicht – wie von EOS suggeriert – ein bedeutender Rüstungsbeschaffer, sondern Goldrone Co., Ltd., ein kleiner Hersteller von Agrar-Drohnen mit begrenztem Personal und Umsatz. Laut Short-Seller fehle dem Unternehmen schlicht die finanzielle Kapazität für einen derart umfangreichen Auftrag.

Auch die MARSS-Akquisition wird kritisch hinterfragt. Der Report moniert Diskrepanzen bei den gemeldeten Umsatzzahlen in verschiedenen Jurisdiktionen und zweifelt die strategische Logik der Bewertung an.

Handelsaussetzung bis Dienstag

EOS reagierte umgehend mit einem Antrag auf Handelsaussetzung, um eine offizielle Stellungnahme vorzubereiten. Die Suspension gilt bis zum 10. Februar 2026 – oder bis zur Veröffentlichung einer entsprechenden Mitteilung.

Pikant: Parallel zur Krise eröffnete das Unternehmen am selben Tag ein neues Produktionszentrum in Singapur. Die Anlage soll 100-Kilowatt-Hochenergielasersysteme für Exportkunden in den Niederlanden und Südkorea fertigen – ausgerechnet jene Märkte, die nun im Zentrum der Zweifel stehen.

Nach Unternehmensangaben beläuft sich der Auftragsbestand per Dezember 2025 auf 459 Millionen AUD.

Am Dienstag wird sich zeigen, ob EOS die Vorwürfe entkräften kann – oder ob die Vertrauenskrise sich vertieft.

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