Epigenomics weitet Verluste aus

Im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres legte das Molekular-Diagnostikunternehmen Epigenomics den Focus voll auf den Abschluss für den Zulassungprozess des Bluttests Epi proColon® zur Früherkennung von Darmkrebs durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA.

© Epigenomics AG
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Anfang April wurde dieses Ziel erreicht. Die FDA erteilte die Zulassung für das Produkt zur Vermarktung in den USA. Erste Umsätze hieraus konnte das Unternehmen bereits generieren.

Epigenomics mit sinkendem Umsatz

Im ersten Quartal lagen die Produktumsätze mit 186.000 Euro um 10% über denen im Vorjahresquartal. Rückläufig entwickelte sich dagegen der Gesamtumsatz. Nach 367.000 Euro im Vorjahr wurden hier nur 295.000 Euro ausgewiesen. Epigenomics begründete dies mit einem Rückgang der Erlöse aus Forschung und Entwicklung, welche von zuvor 157.000 Euro auf 6.000 Euro sanken. Die Einnahmen aus Lizenzen konnten dagegen deutlich von 41.000 Euro auf 103.000 Euro gesteigert werden.

Der Nettoverlust lag per Ende März bei 4,3 Mio. Euro und der Fehlbetrag je Aktie erreichte 0,23 Euro. Mit 2,4 Mio. Euro lag Epigenomics hinsichtlich des Finanzmittelverbrauchs auf Vorjahresniveau.

Vorstand gibt sich zuversichtlich

An der Prognose für das Gesamtjahr hielt der Vorstand mit Blick auf das gut angelaufene zweite Quartal fest. Danach sollen Umsätzee von 3 bis 7 Mio. Euro generiert werden, wobei der größte Anteil hieran für die zweite Jahreshälfte erwartet wird. Für das EBIT erwartet das Unternehmen -9 bis -11 Mio. Euro sowie ein EBITDA von -8,5 bis -10,5 Mio. Euro.

160523 Epigenomics

Die Marktteilnehmer teilten diesen Optimismus bisher nicht und quittierten das eher maue Quartalsergebnis mit entsprechenden Abschlägen in der Aktie. Die Papiere gaben deutlich nach und durchschritten damit auch die Unterstützung bei 4,80 Euro.

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