EQ Resources Aktie: 150–175 Millionen für Springer-Komplex
Ein Konsortium plant bis zu 175 Millionen US-Dollar für den Springer-Komplex. EQ Resources beteiligt sich mit zehn Prozent und liefert Konzentrat.

- Neustartvereinbarung für Nevada-Anlage geschlossen
- Investitionen von 150 bis 175 Millionen
- EQ Resources hält zehn Prozent
- Aktie heute 7,4 Prozent gestiegen
Das US-Projekt rund um den Springer-Wolfram-Komplex nimmt feste Konturen an. Ein Konsortium aus The Elmet Group, Blue Moon Metals und EQ Resources hat die Eckpunkte für den Neustart der Anlage im US-Bundesstaat Nevada über eine bindende Rahmenvereinbarung geregelt.
Insgesamt sollen zwischen 150 und 175 Millionen US-Dollar in das Vorhaben fließen, um die Verarbeitungskapazitäten für das strategisch wichtige Industriemetall wieder in Betrieb zu nehmen.
Finanzierungsstruktur und Rollenverteilung
Die Beteiligungsverhältnisse im Joint Venture sind klar abgesteckt: The Elmet Group übernimmt mit 70 Prozent die Führungsrolle, Blue Moon Metals hält 20 Prozent, während EQ Resources mit einem Anteil von 10 Prozent beteiligt ist.
Den Hauptteil der finanziellen Last trägt der Mehrheitspartner: The Elmet Group steuert 75 Millionen US-Dollar an Kapital sowie einen Vorschuss von 50 Millionen US-Dollar bei. Zudem ist eine Reserve von 25 Millionen US-Dollar vorgesehen.
EQ Resources bringt neben seiner Minderheitsbeteiligung operative Lieferungen in das Konsortium ein. Das Unternehmen soll Konzentrat für die US-Anlage bereitstellen. Die bestehenden Förderstätten Mt Carbine im australischen Queensland sowie Barruecopardo in Spanien bleiben dabei die zentralen Säulen des eigenen Rohstoffportfolios.
Stufenweiser Neustart bis 2028
Die industrielle Kapazität des Springer-Komplexes ist auf die Aufbereitung von 1.200 Tonnen Erz pro Tag ausgelegt. Daraus sollen künftig jährlich bis zu 4.000 Tonnen Ammoniumparawolframat (APT) gewonnen werden. Dieses Zwischenprodukt ist für die Weiterverarbeitung zu reinem Wolframmetall und Legierungen unverzichtbar.
Der Zeitplan für das Projekt sieht eine schrittweise Inbetriebnahme vor. Die Wiederaufnahme des Minenbetriebs wird für das vierte Quartal 2027 angestrebt. Die nachgelagerte Verarbeitungsstufe für die APT-Produktion soll nach derzeitiger Planung in der zweiten Jahreshälfte 2028 folgen.
Anleger reagieren auf die Konsortialpläne
An den Märkten wird das Vorhaben positiv aufgenommen. Die Aktie von EQ Resources stieg heute um 7,4 Prozent auf 0,4620 AUD. Damit setzt das Papier seinen übergeordneten Aufwärtstrend fort: Seit Jahresanfang summiert sich das Kursplus auf 457 Prozent.
Das Projekt fällt in eine Phase, in der westliche Industrien verstärkt nach alternativen Bezugsquellen für kritische Rohstoffe suchen. Vor allem die Verarbeitungsschritte jenseits des reinen Minenabbaus gelten international als Nadelöhr.
Durch die Einbindung der eigenen Minenkonzentrate in eine US-Verarbeitungsstrecke erweitert das Unternehmen seinen Marktzugang in Nordamerika, behält durch den 10-Prozent-Anteil jedoch ein überschaubares Investitionsrisiko.
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