Equinix Aktie: Zahlen enttäuschen
Equinix verfehlt Gewinn- und Umsatzerwartungen, präsentiert jedoch Rekordwerte bei Neugeschäft und optimistischen Ausblick für 2026.

- Gewinn je Aktie deutlich unter Analystenschätzungen
- Rekord-Bookings und starkes Interconnection-Wachstum
- KI-Boom treibt Nachfrage über Cloud-Anbieter hinaus
- Optimistischer Ausblick mit Umsatz- und Margenwachstum
Die Datacenter-Betreiberin Equinix hat am 11. Februar 2026 ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und enttäuschte dabei auf ganzer Linie. Der Gewinn je Aktie brach auf 2,69 Dollar ein, während Analysten mit 3,71 Dollar gerechnet hatten. Auch beim Umsatz verfehlte das Unternehmen mit 2,42 Milliarden Dollar die Erwartungen von 2,46 Milliarden Dollar. Trotz dieser herben Enttäuschung blieb die Aktie im nachbörslichen Handel stabil bei 856,75 Dollar.
Der deutliche Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal (damals 3,81 Dollar je Aktie) wirft Fragen auf. Doch das Management von Equinix zeigt sich erstaunlich optimistisch – und das nicht ohne Grund. Die operativen Kennzahlen zeichnen ein anderes Bild als die reinen Gewinnzahlen.
Rekord-Bookings kompensieren Gewinneinbruch
Das Unternehmen verbuchte im vierten Quartal einen Anstieg der wiederkehrenden monatlichen Umsätze um 10 Prozent im Jahresvergleich. Die annualisierten Brutto-Bookings explodierten regelrecht um 42 Prozent auf einen Rekordwert von 474 Millionen Dollar. Dabei kam 60 Prozent der größten Deals aus dem KI-Bereich – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 50 Prozent zu Jahresbeginn.
Besonders bemerkenswert: Equinix konnte die Zahl der Interconnections auf über 500.000 weltweit steigern – mehr als doppelt so viel wie der nächste Wettbewerber. Das bereinigte EBITDA kletterte um 15 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, die EBITDA-Marge erreichte rund 49 Prozent.
KI-Boom treibt Nachfrage
Die starke Nachfrage kommt zunehmend aus Branchen jenseits der Cloud-Anbieter. Fast die Hälfte der KI-getriebenen Deals im vierten Quartal kam von Unternehmen aus Einzelhandel, E-Commerce, Fertigung, Finanzdienstleistungen und Content-Bereichen. Die KI-Workloads zeichnen sich durch eine um 33 Prozent höhere Dichte aus als normale Deployments – durchschnittlich 10 Kilovoltampere pro Cabinet.
CEO Adaire Fox-Martin betonte die Rolle von Equinix als „neutraler Connector“ in einer zunehmend komplexen Hybrid-Cloud-Welt. Das Unternehmen schloss im Quartal über 17.200 Transaktionen mit mehr als 6.100 verschiedenen Kunden ab – Rekordwerte.
Ausblick überzeugt Anleger
Für 2026 stellt Equinix Umsätze zwischen 10,12 und 10,22 Milliarden Dollar in Aussicht, was einem Wachstum von 9 bis 10 Prozent entspricht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll auf 51 Prozent steigen – eine Verbesserung um 200 Basispunkte. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird zwischen 41,93 und 42,74 Dollar erwartet.
Für das erste Quartal 2026 kalkuliert das Management mit Erlösen zwischen 2,50 und 2,54 Milliarden Dollar. Die Kapitalausgaben sollen sich auf 3,7 bis 4,2 Milliarden Dollar belaufen, während die Dividende um 10 Prozent auf 20,64 Dollar je Aktie steigen soll.
Das Unternehmen betreibt mittlerweile 280 Rechenzentren in 77 Metropolregionen über 36 Länder hinweg. Mit 52 laufenden Großprojekten und rund 3 Gigawatt entwickelbarer Landreserven sieht sich Equinix gut positioniert, um die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur zu bedienen. Die verzögerte Unterzeichnung des Hampton-Campus-Deals, der nun im ersten Quartal 2026 erfolgen soll, erklärt zumindest teilweise die Umsatzverfehlung im vierten Quartal.
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