Equinor Aktie: 3 Milliarden Dollar Rückkauf 2026
Equinor fokussiert sich wieder auf fossile Brennstoffe und kürzt die Ausbauziele für erneuerbare Energien. Anleger profitieren von höheren Aktienrückkäufen.

- Streichung der Erneuerbaren-Ziele
- Fokus auf Öl- und Gasförderung
- Verdopplung des Aktienrückkaufprogramms
- Aktie reagiert mit Kursverlusten
Der norwegische Ölkonzern Equinor dreht den Kurs. Auf dem Capital Markets Day in New York kündigte das Unternehmen eine Neuausrichtung an: mehr Öl und Gas, weniger erneuerbare Energien. Die Aktie reagiert mit einem Minus von 1,53 Prozent auf 29,05 Euro.
Das alte Ziel ist Geschichte. Equinor streicht die Vorgabe von 10 bis 12 Gigawatt installierter erneuerbarer Kapazität bis 2030. Stattdessen setzt der Konzern auf ein breiteres Stromerzeugungs-Portfolio mit über 20 Terawattstunden. Nur noch zehn Prozent der Investitionen fließen in den Stromsektor.
Fokus auf fossile Produktion
Gleichzeitig erhöht Equinor die Förderschiene. Bis 2030 sollen täglich 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent gefördert werden – 150.000 Barrel mehr als heute. Rund 60 Prozent der Investitionen gehen in den norwegischen Festlandsockel, 30 Prozent in internationale Projekte in den USA, Brasilien, Angola, Großbritannien und Kanada.
Dafür sind jährliche Ausgaben zwischen 11 und 13 Milliarden Dollar ab 2028 geplant. Der operative Cashflow soll bis 2030 um 30 Prozent steigen, der kumulierte freie Cashflow über 40 Milliarden Dollar erreichen.
Großzügigere Rückkäufe
Die Aktionäre profitieren direkt. Equinor verdoppelt das Aktienrückkaufprogramm für 2026 auf drei Milliarden Dollar. Ab 2027 sind jährlich zwei bis vier Milliarden Dollar vorgesehen – abhängig von den Öl- und Gaspreisen. Die Dividende soll jährlich um mehr als fünf Prozent steigen.
Die Aktie notiert 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,74 Euro. Auf Jahressicht bleibt ein Plus von 39 Prozent. Der RSI liegt bei 35 Punkten – im unteren Bereich, aber noch nicht im überverkauften Territorium.
Equinor vollzieht mit diesem Schritt den Schwenk, den viele US-Konkurrenten längst gemacht haben: zurück zum Kerngeschäft, weg von der grünen Überdehnung. Anleger bekommen dafür höhere Ausschüttungen – und eine klare Antwort auf die Frage, wohin die Reise geht.
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