Equinor Aktie: 375 Millionen zweite Rückkauf-Tranche

Der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor setzt seine aggressive Kapitalrückführung fort. Das Unternehmen startet die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms für 2026 – mit einem Volumen von bis zu 375 Millionen US-Dollar. Die offizielle Freigabe erfolgte nach der Hauptversammlung Anfang Mai.

Damit untermauert Equinor einen klaren Kurs: Maximale Ausschüttung bei gleichzeitig disziplinierten Investitionen. Das Ziel ist eine optimierte Kapitalstruktur bei weiterhin robuster Bilanz.

Dividende steigt weiter

Parallel zum Aktienrücklauf fließt Geld an die Aktionäre. Equinor zahlt eine Bardividende von 0,39 US-Dollar je Aktie für das vierte Quartal 2025. Berechtigt sind alle Anleger, die die Aktie vor dem Ex-Dividenden-Tag Mitte Mai hielten.

Die Auszahlung erfolgt Ende Mai – sowohl an der Osloer Børs als auch für ADR-Inhaber an der New Yorker Börse. Die Dividende liegt über den Ausschüttungen früherer Jahre. Das ist möglich, weil Equinor starke Free Cashflows erwirtschaftet. Und das, obwohl die Preise für Erdgas und Rohöl zuletzt schwankten.

Hauptversammlung bestätigt Strategie

Die veröffentlichten Protokolle der Hauptversammlung zeigen: Equinor hält an seiner Linie fest. Die Aktionäre billigten den Jahresbericht 2025. Die operative Leistung sowohl im Öl- und Gasgeschäft als auch im wachsenden Erneuerbaren-Portfolio überzeugte.

Mehrere Anträge von Aktionären auf strengere Umweltauflagen oder komplette Divestments wurden abgelehnt. Der Vorstand setzt weiter auf einen „ausgewogenen“ Wandel: Hohe Margen aus der norwegischen Förderung finanzieren Investitionen in CO₂-arme Lösungen und Offshore-Wind.

Ein wichtiger Kennwert: Die Arbeitsunfallrate (Serious Incident Frequency) ist zuletzt gesunken.

Marktumfeld bleibt angespannt

Der neue Rückkauf startet in einem schwierigen Umfeld. Die globalen Aktienmärkte reagieren empfindlich auf geopolitische Spannungen im Nahen Osten und veränderte Nachfrageprognosen in Europa. Equinor profitiert jedoch von seiner Rolle als wichtiger Pipeline-Gas-Lieferant für den Kontinent. Das sorgt für stabile Einnahmen.

Analysten loben die disziplinierte Investitionspolitik. Der Fokus liegt auf Projekten mit hohen Renditen. Die zweite Rückkauf-Tranche ist nun aktiv. Der Markt wartet auf die Quartalszahlen im Sommer. Sie werden zeigen, wie groß die dritte Tranche ausfallen könnte – und ob weitere Sonderausschüttungen folgen.

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