Equinor Aktie: Gullfaks liefert 5.000ste Ladung
Equinor-Aktionäre billigen Schlussdividende und ermächtigen Vorstand zu Aktienrückkäufen. Die stark gestiegene Aktie zeigt erhöhte Bewertungsrisiken.

- Bardividende von 0,39 US-Dollar beschlossen
- Neues Aktienrückkaufprogramm genehmigt
- Gullfaks-Feld liefert 5.000ste Ölladung
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 57% gestiegen
Equinor gibt seinen Aktionären Geld zurück und hält sich zugleich Spielraum für weitere Kapitalmaßnahmen offen. Die Hauptversammlung hat die Ausschüttung für das Schlussquartal gebilligt, parallel dazu erhielt der Vorstand eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe. Der Zeitpunkt ist interessant: Die Aktie ist stark gelaufen, die Bewertung wirkt anspruchsvoller.
Dividende und Kapitalmanagement
Auf der Hauptversammlung am 12. Mai billigten die Aktionäre den Jahresabschluss 2025. Für das Schlussquartal wurde eine Bardividende von 0,39 US-Dollar je Aktie beschlossen.
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An der Osloer Börse wird die Aktie ab heute ex Dividende gehandelt. Bei den American Depositary Receipts fällt der Ex-Tag auf den 15. Mai, die Auszahlung ist für den 27. Mai vorgesehen. Den Gegenwert in norwegischen Kronen will Equinor am 21. Mai veröffentlichen.
Der zweite Baustein betrifft das Kapitalmanagement. Die Aktionäre erteilten eine Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm, außerdem wurde eine Kapitalherabsetzung beschlossen. Sieben Aktionärsanträge fanden dagegen keine Mehrheit.
Damit bleibt die Linie klar: Equinor kombiniert laufende Ausschüttungen mit flexiblen Rückkäufen. Das passt zu einem Energiekonzern, der weiter hohe Mittelzuflüsse aus dem Öl- und Gasgeschäft nutzt, aber nicht jede Maßnahme sofort in eine konkrete Kaufzusage übersetzt.
Gullfaks zeigt operative Ausdauer
Auch operativ meldete Equinor einen symbolträchtigen Meilenstein. Das Nordsee-Feld Gullfaks lieferte im Mai seine 5.000ste Ölladung aus. Das Feld produziert seit 1986 und kommt inzwischen auf rund 2,8 Milliarden Barrel Öläquivalent.
Ursprünglich sollte der Betrieb bereits 2007 enden. Dass Gullfaks weiter liefert, unterstreicht die Bedeutung alter Felder für Equinors Produktionsbasis. Die jüngste Ladung ging an die St1-Raffinerie in Göteborg.
Solche Meilensteine ersetzen keine neuen Wachstumstreiber. Sie zeigen aber, warum reife Nordsee-Assets für den Konzern finanziell noch immer relevant sind. Gerade bei einer Ausschüttungsstory zählt stabile Produktion.
Aktie nicht mehr billig
Am Dienstag schloss die Equinor-Aktie bei 32,88 Euro. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 57,47 Prozent, der Kurs liegt dennoch rund 11 Prozent unter dem Hoch von Ende März.
Der Abstand zur langfristigen Trendlinie bleibt groß. Die Aktie notiert deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was die starke Erholung der vergangenen Monate sichtbar macht. Kurzfristig wirkt das Momentum intakt, ohne völlig überhitzt zu erscheinen.
Bewertungsseitig ist der Spielraum kleiner geworden. Das GF-Value-Modell sieht einen fairen Wert von 32,52 US-Dollar und damit eine Überbewertung von 18,5 Prozent; das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 17,7. Der Fünfjahresmedian beim KGV liegt deutlich niedriger.
Am 21. Mai folgt der NOK-Betrag der Dividende, am 27. Mai die geplante Auszahlung. Bis dahin bleibt die Botschaft der Hauptversammlung greifbar: Equinor setzt auf Ausschüttungen und Kapitaldisziplin, während die stark gestiegene Aktie weniger Raum für operative Enttäuschungen lässt.
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