Equinor Aktie: Produktionsziel angehoben
Höhere Öl- und Gaspreise stützten Equinors Quartalsergebnis; die Förderung soll 2026 um rund vier Prozent wachsen.

- Bereinigtes operatives Ergebnis: 12,35 Milliarden Dollar
- Gesamtproduktion stieg um zwei Prozent
- Verwaltungsrat beschloss 0,39 Dollar Dividende
- Letzte Rückkauftranche startet am 29. Oktober
Equinor liefert im dritten Quartal kräftige Zahlen und schraubt die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Der Konzern hebt sein Produktionswachstum für 2026 von drei auf rund vier Prozent an. Die Aktionäre profitieren doppelt: über die Dividende und über eine neue Rückkauftranche.
Hohe Preise treiben das Ergebnis
Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 12,35 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben als bereinigter Gewinn 2,86 Milliarden Dollar, das entspricht 1,20 Dollar je Aktie. Das berichtete operative Ergebnis lag mit 11,95 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal.
Treiber waren höhere Preise für Öl und europäisches Gas. Equinor erzielte 92,3 Dollar je Fass Flüssigprodukte und 20,0 Dollar je mmbtu Gas. Auch das Raffineriegeschäft lieferte: Die Raffinerie Mongstad meldete ein Rekordergebnis, dazu kam starker LNG-Handel.
Die Gesamtproduktion stieg um zwei Prozent auf 2.166 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag. Auf dem norwegischen Festlandsockel blieb sie stabil. Neue Felder wie Halten East und Verdande glichen den natürlichen Rückgang und ungeplante Ausfälle bei Johan Castberg und Troll aus. International legte die Förderung um 21 Prozent zu, getragen von Adura in Großbritannien und Bacalhau in Brasilien.
Steuerzahlungen drücken den Cashflow
Der operative Cashflow vor Steuern lag bei 14,68 Milliarden Dollar. Nach Steuern blieben 8,14 Milliarden Dollar, denn Equinor zahlte im Quartal die ersten beiden Steuerraten für 2026 auf dem norwegischen Sockel, zusammen 6,2 Milliarden Dollar.
Die Bilanz festigte sich deutlich. Die um Leasing bereinigte Nettoverschuldungsquote sank auf 3,8 Prozent, nach 10,4 Prozent im Vorquartal.
Strategisch trieb der Konzern mehrere Projekte voran. Equinor übernahm bps Anteil am kanadischen Projekt Bay du Nord und verkaufte im Oktober 30 Prozent an Shell. Hinzu kommen der Einstieg in das US-Gaskraftwerk Lackawanna, eine Explorationslizenz in Namibia und eine Explorationspartnerschaft mit Aker BP und Vår Energi.
Dividende und Rückkauf
Der Verwaltungsrat beschloss eine Dividende von 0,39 Dollar je Aktie für das dritte Quartal. Letzter Tag mit Anspruch ist der 12. Februar 2027, die Auszahlung folgt am 26. Februar 2027. Den Gegenwert in Norwegischen Kronen nennt Equinor am 22. Februar 2027.
Zudem startet am 29. Oktober die vierte und letzte Tranche des Rückkaufprogramms 2026 über bis zu 1,125 Milliarden Dollar. Sie läuft spätestens bis 1. Februar 2027. Davon fließen bis zu 371,3 Millionen Dollar in Marktkäufe, der Rest entfällt auf Aktien, die der norwegische Staat einziehen lässt, um seinen Anteil von 67 Prozent zu halten. Das Gesamtvolumen des Programms liegt damit bei bis zu drei Milliarden Dollar.
Die zurückgekauften Aktien sollen auf der Hauptversammlung im Mai 2027 per Kapitalherabsetzung eingezogen werden. Über weitere Tranchen nach 2026 entscheidet der Verwaltungsrat quartalsweise.
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