Equinor Aktie: Produktionsziel ist nach oben gerückt
Morgan Stanley stuft Equinor herab; sinkende Ölpreise treffen auf höhere Förderziele und Quartalszahlen.

- Morgan Stanley senkt Equinor-Einstufung
- Aktie verliert am Freitag 0,6 Prozent
- Förderwachstum 2026 auf rund vier Prozent angehoben
- Quartalsgewinn bei 2,54 Milliarden US-Dollar
Morgan Stanley hat Equinor gestern Medienberichten zufolge von „Equal Weight“ auf „Underweight“ herabgestuft. Das genannte Kursziel liegt bei $40,30. Die Aktie verlor am Freitag 0,6% und schloss bei 37,70 €.
Ölmarkt verliert Kriegsprämie
Am Ölmarkt belasteten Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg die Preise. Reuters berichtete gestern, Brent steuere auf einen Wochenverlust von 17% zu. Das wäre der stärkste wöchentliche Rückgang seit Beginn der Corona-Pandemie.
Bereits am Mittwoch hatte Reuters den Ölpreisrückgang als Abbau der Kriegsprämie beschrieben. Die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen hatten Hoffnungen auf eine Entspannung im Krieg zwischen den USA und Iran sowie zusätzliche Exporte aus dem Nahen Osten geweckt. Der breite Ausverkauf am Energiemarkt bildete damit einen sektorweiten Gegenwind für Equinor.
Höhere Förderziele und weiterer Rückkauf
Equinor hatte am 28. Oktober seine Prognose für das Wachstum der Öl- und Gasproduktion angehoben. Für 2026 erwartet das Unternehmen rund 4% statt zuvor 3%. Die Anhebung erfolgte zusammen mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen.
Für das dritte Quartal 2026 meldete Equinor ein bereinigtes operatives Ergebnis von USD 12,35 Milliarden. Der Nettogewinn betrug USD 2,54 Milliarden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie bezifferte das Unternehmen auf USD 1,20.
Vor rund zwei Wochen kündigte Equinor außerdem die vierte und letzte Aktienrückkauf-Tranche des Jahres an. Als Beginn war der 29. Oktober vorgesehen; die Tranche soll spätestens am 1. Februar 2027 enden.
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