Equinor Aktie: Rückkäufe laufen weiter
Equinor erwirbt weitere eigene Aktien und beteiligt sich an einem geförderten Schiffsprojekt zur Wasserstoffgewinnung aus Ammoniak ab 2027.

- 535.701 Equinor-Aktien zurückgekauft
- Eigener Bestand erreicht 20.202.526 Aktien
- HydraNord Power erhält 3,4 Millionen Euro
- Schiffssystem soll 2028 starten
Equinor setzt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm unbeirrt fort. Zwischen dem 14. und 18. September 2026 kaufte der norwegische Energiekonzern 535.701 eigene Aktien zurück, im Schnitt für 419,4578 norwegische Kronen pro Stück. Es ist die dritte Tranche des 2026er-Programms, gestartet am 23. Juli und angelegt bis spätestens zum 26. Oktober.
Nach den jüngsten Käufen hält Equinor nun insgesamt 20.202.526 eigene Aktien. Das entspricht 0,85 Prozent des Grundkapitals, inklusive der Anteile aus dem Mitarbeiter-Sparprogramm. Rechnet man diese Position heraus, bleiben 9.102.766 Aktien im eigenen Bestand — 0,38 Prozent des Kapitals.
Solche wöchentlichen Meldungen sind Pflichtprogramm nach der EU-Marktmissbrauchsverordnung und dem norwegischen Wertpapierhandelsgesetz. Für Anleger liefern sie dennoch ein verlässliches Signal: Der Konzern zieht sein Kapitalrückführungsprogramm konsequent durch, unabhängig von Schwankungen im Ölpreis oder Nachrichtenlage im Tagesgeschäft.
Engagement in der Wasserstoff-Nische
Abseits der Kapitalmarktroutine baut Equinor sein Standbein in der maritimen Energiewende aus. Der Konzern ist Partner im Projekt HydraNord Power, das eine Ammoniak-zu-Strom-Anlage für Schiffe entwickeln soll. Das spanische Technologieunternehmen H2SITE erhält dafür eine Förderung von 3,4 Millionen Euro von der norwegischen Klimabehörde Enova.
Das System soll bis zu eine Tonne Wasserstoff täglich aus Ammoniak gewinnen und darüber Brennstoffzellen mit 700 Kilowatt Nettoleistung versorgen. Neben Equinor sind unter anderem die Reederei Höegh Autoliners und das Schiffsdesign-Unternehmen Breeze Ship Design am Konsortium beteiligt. Die Integration soll 2027 erfolgen, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.
Für Equinor bleibt das Projekt eine überschaubare Randaktivität verglichen mit dem Kerngeschäft aus Öl- und Gasförderung. Es zeigt jedoch, wie der Konzern parallel zu seinen Rückkaufprogrammen in Nischentechnologien für die maritime Dekarbonisierung investiert — ein Bereich, in dem direkte Elektrifizierung technisch an Grenzen stößt.
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