Equinor: Raia-Bohrungen in Campos-Basin gestartet
Der norwegische Energiekonzern übertrifft die Erwartungen im Handelsgeschäft und startet ein Milliardenprojekt in Brasilien.

- Handelsgeschäft übertrifft Prognose
- Milliardenprojekt in Brasilien gestartet
- Aktienkurs legt 53 Prozent zu
- Quartalszahlen am 6. Mai erwartet
Geopolitische Spannungen und extremes Wetter spielen Equinor in die Karten. Der norwegische Energiekonzern schlägt seine eigene Prognose für das Handelsgeschäft deutlich. Das weckt Erwartungen für die anstehende Bilanzvorlage.
Starkes Handelsgeschäft
Die Sparte für Marketing, Midstream und Verarbeitung (MMP) liefert mehr als erwartet. Ursprünglich hatte das Management hier ein operatives Ergebnis von rund 400 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Dieser Wert wird im ersten Quartal übertroffen. Preissprünge durch den Nahostkonflikt trieben die Gewinne an. Parallel dazu sorgte ein Kälteeinbruch in den USA im Januar für lukrative Geschäfte im Gashandel.
Das ist eine bemerkenswerte Kehrtwende. Im Schlussquartal des Vorjahres musste Equinor die Prognose für diese Einheit noch nach unten anpassen.
Milliardenprojekt in Brasilien startet
Abseits des Tagesgeschäfts treibt Equinor sein wichtigstes internationales Vorhaben voran. Im Campos-Becken vor der Küste Brasiliens haben die Bohrarbeiten für das Raia-Projekt begonnen. Das milliardenschwere Gasfeld soll 2028 in Betrieb gehen. Die förderbaren Reserven schätzt das Konsortium auf über eine Milliarde Barrel Öläquivalent.
Equinor führt das Projekt als Betreiber mit einem Anteil von 35 Prozent. Sobald die Anlage läuft, kann sie täglich bis zu 16 Millionen Kubikmeter Erdgas exportieren. Das entspricht etwa 15 Prozent des brasilianischen Bedarfs.
Ein wichtiges Detail für Investoren ist die Umweltbilanz. Die geplante Förderplattform gehört mit extrem niedrigen CO₂-Emissionen zu den saubersten weltweit.
Aktienrückkäufe und Kursentwicklung
Auf der Kapitalseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Konzern kauft zwar weiterhin eigene Aktien für Mitarbeiterprogramme zurück. Das große Rückkaufprogramm für 2026 schrumpfte allerdings von ehemals fünf Milliarden auf 1,5 Milliarden US-Dollar zusammen. Im Vorquartal hatten gesunkene Öl- und Gaspreise das Ergebnis noch spürbar belastet.
An der Börse honorieren Anleger die jüngste operative Stärke. Seit Jahresbeginn legte die Equinor-Aktie um satte 53 Prozent zu. Am Freitag schloss das Papier bei 31,96 Euro und notiert damit komfortabel über der 50-Tage-Linie.
Am 6. Mai legt Equinor die vollständigen Zahlen für das erste Quartal vor. Neben den genauen Gewinnen aus dem Handelsgeschäft rückt dann die Fördermenge in den Fokus. Das Management rechnet für das laufende Jahr mit einem Produktionswachstum von rund drei Prozent.
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