Erste Bank Aktie: Aufwärtstrend bestätigt

Die Erste Group notiert auf Rekordniveau und präsentiert einen Kapitalmarktausblick mit moderatem Wachstum. Die nächsten Quartalszahlen gelten als Prüfstein für den anhaltenden Aufwärtstrend.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht neues historisches Kurshoch
  • Kapitalmarktausblick prognostiziert moderate Konjunktur
  • Charttechnisch intakter Aufwärtstrend signalisiert
  • Februar-Zahlen als nächster Bewertungsmaßstab

Ein neues Allzeithoch, ein klarer Kapitalmarktausblick und ein weiter intakter Aufwärtstrend: Die Erste Group startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Doch wie solide ist die jüngste Kursstärke wirklich untermauert?

Neues Hoch, starker Trend

Zu Wochenbeginn markierte die Aktie bei 105,20 Euro ein neues Allzeithoch. Gestern schloss der Titel mit 105,80 Euro noch etwas höher. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von knapp 73 Prozent zu Buche – ein deutlicher Beleg für die starke Entwicklung seit dem Frühjahr 2025.

Charttechnisch bleibt das Bild konstruktiv:

  • Schlusskurs (Mittwoch): 105,80 Euro
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch (118,83 Euro): rund -11 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief (55,00 Euro): rund +92 %
  • Über dem 50-Tage-Durchschnitt (98,81 Euro) um gut 7 %
  • Rund 27 % über dem 200-Tage-Durchschnitt (83,43 Euro)
  • RSI (14 Tage): 65,7 – nahe der überkauften Zone
  • 30-Tage-Volatilität (annualisiert): 71,84 %

Damit signalisiert die Technik einen klaren Aufwärtstrend in allen wesentlichen Zeithorizonten, bei gleichzeitig hoher Schwankungsintensität und zunehmender Überhitzungsgefahr.

Kapitalmarktausblick „Erste Insights 2026“

Rückenwind erhält die Aktie durch den am 13. Januar veröffentlichten Kapitalmarktausblick „Erste Insights 2026“. Die Bank zeichnet darin ein Szenario moderaten Wachstums bei zugleich rückläufiger Inflation.

Für die Eurozone rechnen die Experten mit:

  • einem BIP-Wachstum von 1,1 %
  • einer Inflationsrate von rund 1,8 %

Beides zusammen könnte die Reallöhne entlasten und den privaten Konsum stützen – ein wichtiger Treiber für das Kredit- und Einlagengeschäft.

CIO Gerold Permoser fasst den Ansatz für 2026 mit „Risk On aber nicht All In“ zusammen. Gemeint ist: Chancen an den Aktienmärkten werden gesehen, allerdings unter der Prämisse, dass die Leitzinsen – insbesondere in den USA – sinken und das Wachstum intakt bleibt. Gleichzeitig betont die Bank, dass politische Unsicherheiten und technologische Umbrüche nicht nur Risiken, sondern auch Investitionschancen bieten.

Das empfohlene Gesamtportfolio für 2026 setzt auf breite Diversifikation über Anlageklassen, Regionen und Sektoren, um die erwartete Volatilität abzufedern.

Einordnung der Marktstimmung

Das Zusammenspiel aus neuem Allzeithoch und optimistischem, aber nicht euphorischem Ausblick stützt ein insgesamt konstruktives Bild. Die starke Performance seit Oktober 2023 und der deutliche Abstand zu den gleitenden Durchschnitten zeigen, dass der Markt die Positionierung der Bank honoriert.

Der Kapitalmarktausblick fungiert zugleich als Signal des Managements: Die Bank traut sich in einem Umfeld moderaten Wachstums und nachlassender Inflation solide Rahmenbedingungen zu und stellt sich strategisch auf ein diversifiziertes, risikobewusstes Anlagejahr ein.

Dass die Aktie rund 11 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert, zeigt zudem, dass nach der starken Rallye bereits ein gewisser Abstand zur Spitze entstanden ist – der Trend ist intakt, aber keineswegs spannungsfrei.

Konkreter Ausblick: Zahlen im Fokus

Der nächste zentrale Prüfstein folgt mit den Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 am 26. Februar 2026. Dann wird sich zeigen, inwieweit die operative Entwicklung die optimistischen Annahmen für 2026 trägt und ob sich die starke Kursentwicklung fundamental rechtfertigen lässt.

Mit dem Jahresfinanzbericht am 13. März 2026 und der Hauptversammlung am 17. April 2026 stehen weitere Termine an, bei denen Strategie, Ausschüttungspolitik und Ausblick konkretisiert werden dürften. Damit liegen die entscheidenden Datenpunkte für die weitere Bewertung der Aktie klar auf dem Tisch – insbesondere die Februar-Zahlen werden zum Gradmesser dafür, ob der aktuell laufende Aufwärtstrend eine nachhaltige Fortsetzung findet.

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