Erste Bank Aktie: Baader Bank hebt Ziel auf 117 Euro
Die Baader Bank revidiert ihre Einschätzung zur Erste Bank und stuft die Aktie von Reduce auf Add hoch. Grund ist eine Neubewertung des inneren Werts.

- Hochstufung von Reduce auf Add
- Neues Kursziel bei 117 Euro
- Starke Position in Osteuropa
- Zinsüberschussziel von 11 Milliarden Euro
Lange galt die Baader Bank als einer der größten Skeptiker der Erste Bank. Jetzt kommt die Kehrtwende. Die Analysten haben das Rating von „Reduce“ auf „Add“ hochgestuft. Das neue Kursziel: 117 Euro für die nächsten sechs Monate.
Der Schritt überrascht, weil die Baader Bank das Papier zuvor deutlich kritischer sah. Auslöser ist eine frisch berechnete Sum-of-the-parts-Bewertung. Dabei werden die einzelnen Geschäftsbereiche und Ländermärkte separat analysiert. Das Ergebnis: Der innere Wert der Gruppe liegt höher als bislang angenommen.
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Wachstumsmotor Osteuropa
Die Einstufung stützt sich auf die starke Position der Erste Bank in Zentral- und Osteuropa. Die Integration der Santander Bank Polska läuft. Im ersten Quartal verfehlte der Nettogewinn mit 879 Millionen Euro die hohen Erwartungen leicht. Dafür überzeugten Zins- und Provisionsüberschuss.
Genau diese operativen Ertragssäulen bilden die Basis für das optimistischere Szenario der Baader Bank. Hinzu kommt: In Kernmärkten wie Rumänien rechnen Experten deutlich später mit Zinssenkungen als im Euroraum. Das verlängert die Phase hoher Zinserträge.
Die Aktie notiert aktuell bei 101,50 Euro. Vom neuen Kursziel 117 Euro entfernt – das sind rund 15 Prozent Luft nach oben. Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 111 Euro. Im Februar dieses Jahres erreichte der Titel dieses Niveau, seither lief es seitwärts.
Mit dem Ziel von 117 Euro liegt die Baader Bank im oberen Mittelfeld des Analystenkonsens. Einige US-Häuser hatten bereits Ziele über 120 Euro ausgegeben. Die bisherige Skepsis der Baader Bank wich nun Optimismus.
Was jetzt zählt
Das Management hält am Zinsüberschussziel von über 11 Milliarden Euro für 2026 fest. Im zweiten Quartal sollen die Synergien der polnischen Akquisition erstmals voll in die Bilanz einfließen. Ob die Aktie das Kursziel erreicht, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell diese Effekte sichtbar werden.
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