Erste Bank Aktie: Deutsche Bank hebt Ziel auf 121 Euro

Die Aktie der Erste Group rutscht unter eine wichtige Marke, Analysten bleiben trotz Kursdruck zuversichtlich.

Die Kernpunkte:
  • Kurs fällt unter technische Marke
  • Gewinnmitnahmen belasten den Titel
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
  • Operatives Geschäft bleibt solide

Die Erste Bank startet mit Gegenwind in die Woche. Nach einer starken Rallye in den vergangenen Monaten rutschte der Titel unter eine wichtige technische Marke. Der Kurs liegt aktuell bei 102,30 Euro und damit zwar weiter deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 97,43 Euro, aber unter dem Druck kurzfristiger Gewinnmitnahmen.

Chartbild bleibt angespannt

Der jüngste Rücksetzer trifft die Aktie nicht ins Mark. Auf Sicht von zwölf Monaten steht immer noch ein Plus von 46,98 Prozent zu Buche. Seit Jahresanfang liegt das Papier allerdings leicht im Minus. Das zeigt: Der Trend ist intakt, die Luft nach oben wird aber enger.

Besonders im Blick steht nun der Bereich um den 100-Tage-Durchschnitt von 101,08 Euro. Dort verläuft eine erste Orientierung für den kurzfristigen Verlauf. Fällt der Kurs darunter, rückt der 50-Tage-Durchschnitt stärker in den Fokus. Auf der Unterseite gilt der 200-Tage-Durchschnitt bei 95,36 Euro als nächste wichtige Zone.

Die kurzfristige Verfassung ist damit nicht schwach, aber deutlich weniger komfortabel als in den Vorwochen. Der RSI von 43,0 signalisiert weder Euphorie noch klare Übertreibung. Die Volatilität von 32,67 Prozent zeigt zugleich, dass die Schwankungen hoch bleiben.

Fundament bleibt robust

Operativ liefert die Bank weiter solide Zahlen. Im ersten Quartal 2026 verdiente die Gruppe netto 879 Millionen Euro. Treiber war vor allem die erste Vollkonsolidierung der polnischen Aktivitäten. Der Zinsüberschuss kletterte dadurch auf rund 2,67 Milliarden Euro.

Auch das Provisionsgeschäft lief gut. Der Überschuss lag bei 965 Millionen Euro und profitierte von Zuwächsen in fast allen Kernmärkten in Zentral- und Osteuropa. Die Bilanzsumme stieg auf rund 450 Milliarden Euro. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass das Wachstum im operativen Geschäft weiter trägt.

Analysten bleiben zuversichtlich

An der positiven Grundhaltung am Markt hat sich wenig geändert. Die Deutsche Bank bekräftigte im Mai ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 117 auf 121 Euro an. Als Begründung nannten die Analysten eine bessere Gewinnerwartung je Aktie für das Gesamtjahr.

Im Konsens sehen Analysten den fairen Wert im Schnitt bei etwa 111 Euro. Die optimistischsten Schätzungen reichen bis 132 Euro. Das zeigt: Die aktuelle Schwäche wirkt bisher eher wie eine technische Verschnaufpause als wie ein Bruch im größeren Bild.

Am Markt dürfte nun vor allem zählen, ob die Aktie den Bereich um 101 Euro verteidigt. Gelingt das nicht, steigt der Druck in Richtung 95 Euro. Neue Impulse könnten in den kommenden Wochen vor allem aus den Konjunkturdaten der CEE-Region kommen.

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